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cid Düsseldorf - Telemedizin soll die medizinische Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung sicherstellen. Fraunhofer IBMT

Telemedizin wird Standard im Gesundheitswesen

Telemedizin wird in Zukunft ein wichtiger Baustein in der Gesundheitsversorgung. Mediziner sehen hier den Schlüssel zur Bewältigung der medizinischen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft.


Der telemedizinische Austausch eines Mediziners mit anderen Spezialisten wird künftig eine große Rolle spielen. Gerade in ländlichen Regionen sollen digitale Anwendungen die Gesundheitsversorgung deutlich verbessern, die Lebensqualität von Patienten erhöhen und zugleich Kosten sparen.

Dabei kann beispielsweise ein Hausarzt Röntgenaufnahmen per Videotelefonie gemeinsam mit einem Fachkollegen auswerten. Die Telechirurgie, also telemedizinisch unterstützte Operationen, werden wichtig sein. In komplizierten Fällen kann so zum Beispiel ein führender Spezialist aus dem Ausland hinzugezogen werden. Die telemedizinische Routineüberwachung des Gesundheitszustands durch Messung der Vitalparameter eines Menschen wird nach Ansicht von medizinischen Experten eine große Rolle spielen. Herz- oder Diabetes-Patienten übermitteln dabei von Zuhause aus Werte wie EKG, Blutdruck, Gewicht oder Blutzucker elektronisch an einen Arzt. Der behandelnde Arzt bekommt eine lückenlose Kontrolle auch ohne ständige Praxisbesuche oder Krankenhausaufenthalt. 70 Prozent der Experten denken außerdem, dass auch die Online-Sprechstunde zwischen Arzt und Patient bedeutsam wird, hat der ITK-Verband Bitkom ermittelt. Diese solle den Arztbesuch nicht ersetzen, sondern ergänzen.

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