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Ein Garten auf dem Dach: Vor allem in dicht besiedelten Städten immer beliebter. Foto: djd/Paul Bauder

Fördergeld fürs grüne Dach

Viele Städte und Gemeinden unterstützen die Renaturierung auf dem Haus

Begrünte Dächer können eine wichtige Rolle für die Verbesserung der Lebensqualität und des ökologischen Gleichgewichts in Städten spielen. Denn viele Gebäude könnten mit überschaubarem Aufwand begrünt werden und so einen Teil der durch die Bebauung mit Häusern, Gewerbebetrieben und Straßen versiegelten Flächen kompensieren. Gründächer geben Sauerstoff ab, binden Staub und wirken sich ausgleichend auf Hitzespitzen in der Stadt aus. "Dazu bieten sie Kleintieren Lebensraum und puffern starke Regenfälle ab, so dass sie sogar einen Beitrag zur Vorsorge gegen Hochwasser leisten", erklärt Stefan Ruttensperger, Leiter Fachbereich Gründach beim Dachspezialisten Paul Bauder. Viele Kommunen haben diese Vorteile erkannt und fördern daher private und gewerbliche Hausbesitzer, die sich für eine Dachbegrünung entscheiden.

Gefördert werden intensive und extensive Begrünungen

In der Regel ist es für die Förderungen unerheblich, ob ein Dach intensiv oder extensiv begrünt wird - es gibt aber je nach Kommune unterschiedliche Vorgaben für Förderungen. Intensive Begrünungen können im Prinzip als "Garten auf dem Dach" betrachtet werden - je nach Aufwand ist hier fast alles möglich, was man auch in einem normalen Garten anpflanzen kann. Wesentlich weniger aufwändig sind extensive Begrünungen. Hier kommen Pflanzen aufs Dach, die fast keiner Pflege bedürfen und die auch längere trockene Perioden überstehen können. Unter www.bauder.de (Menüpunkt Gründach) gibt es weitere Informationen zu den Möglichkeiten der Dachbepflanzung.

Direkte Zuschüsse oder indirekte Kostenabschläge

Wenn es um Unterstützungen der Kommunen geht, unterscheidet man die direkte und die indirekte Förderung. Bei der direkten Förderung gibt es Zuschüsse zur Anlage des begrünten Daches. Bei der indirekten Förderung werden Abschläge auf die Gebühren fürs Abwasser gewährt. Für direkte Unterstützung geben manchen Kommunen anteilige Gründachförderungen. Das heißt, aus der Gemeindekasse wird ein prozentualer Anteil der anzurechnenden Kosten für das grüne Dach übernommen. Hamburg beispielsweise stellt dafür im Rahmen seines bis 2019 laufenden Gründach-Förderprogramms drei Millionen Euro zur Verfügung. Die Hansestadt übernimmt für bepflanzte Dachflächen ab 20 Quadratmeter pauschal 40 Prozent der förderfähigen Kosten. Andere Gemeinden gewähren pauschal einen Betrag je Quadratmeter Dachfläche, typischerweise zwischen zehn und 20 Euro. Bei der indirekten Förderung über die Abwassergebühren erhalten Hausbesitzer einen Abschlag auf die Gebühren fürs Niederschlagswasser. In Berlin zum Beispiel werden 50 Prozent dieser Gebühren für die bepflanzen Flächen erlassen.

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