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Smarte Lichtlösungen bieten umfangreiche Programmiermöglichkeiten, die auch für den Einbruchsschutz nutzbar sind. Foto: licht.de

Einbruchsland D: Modernes Lichtmanagement kann abschrecken

Die Urlaubszeit steht bevor - und damit rückt wieder die Frage nach dem richtigen Schutz von Haus und Grundstück während der sommerlichen Abwesenheit in den Fokus.

Die Urlaubszeit steht bevor - und damit rückt wieder die Frage nach dem richtigen Schutz von Haus und Grundstück während der sommerlichen Abwesenheit in den Fokus. Denn die Kriminalstatistik zeigt: Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen.

Das muss nicht sein, mitunter helfen schon einfache Maßnahmen, bei der Rückkehr wieder alles wie gewohnt vorzufinden. Neben der mechanischen Sicherung von Fenstern und Türen kommt dem Licht dabei eine wesentliche Rolle zu: Eine gut eingerichtete Beleuchtung im Außenbereich schreckt potenzielle Missetäter ab, erklärt die Brancheninitiative licht.de. Die Simulation von Abwesenheit mit Lichtmanagement oder Zeitschaltuhren erweckt den Eindruck eines bewohnten Anwesens.

Moderne Technik hilft dabei, Anwesenheit vorzutäuschen - auch wenn niemand im Haus ist. Damit Haus oder Wohnung beleuchtet aussehen, sollte die Lichtsteuerung entsprechend eingestellt sein: Entweder werden dazu vorinstallierte Szenen genutzt oder manuelle Einstellungen gewählt, die möglichst kein starres Muster erkennen lassen. Ist ein Lichtmanagementsystem in die Gebäudetechnik integriert, können zudem noch Rollläden, die Aktivierung von Bewegungsmeldern und Außenbeleuchtungen sowie Musik und TV-Geräusche über die Multimedia-Steuerung miteinbezogen werden. Digitale Systeme lassen sich heute auch ohne aufwendige Installationsarbeiten - die richtigen Lampen und Leuchten vorausgesetzt - per App mit dem Smartphone programmieren und steuern. Bei Domizilen mit herkömmlicher Beleuchtung schaffen Zeitschaltuhren Abhilfe: Sie werden zwischen Steckdose und Leuchte gesteckt und entsprechend eingestellt.

Zugangswege, Haus-, Hinter- oder Terrassentüren sind besonders gefährdete Zonen. Sie sollten beleuchtet und idealerweise zusätzlich mit einem Bewegungsmelder versehen sein. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass der beleuchtete Bereich auch von außen oder für Nachbarn einsehbar ist.

Beim Kauf von Bewegungsmeldern sollte grundsätzlich auf ein ausrechend großer Erfassungswinkel und die nötige Reichweite gewählt werden. Richtig installieren: Den Melder hoch genug anbringen, damit er nicht sabotiert werden kann. Zudem sollten Störquellen minimiert werden; das sind vor allem reflektierende Oberflächen.

Eine Dauerbeleuchtung sollte im Minimaleinsatz betrieben werden: Effiziente LEDs werden mit einem Dämmerungssensor kombiniert nur dann aktiv, wenn es dunkelt. Für die manuelle Bedienung empfehlen sich mehrere Schalter; beispielsweise auf der Terrasse und zusätzlich im Schlafzimmer.

Die im Außenbereich verwendeten Leuchten müssen mindestens die Schutzart IP44 aufweisen: Sie sind geschützt gegen Spritzwasser und das Eindringen fester Fremdkörper mit einem Durchmesser von mehr als einem Millimeter.

Für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden - und dazu zählen auch Investitionen in die Beleuchtung - bietet die Kfw-Bank Kredite oder Zuschüsse für den Einbruchschutz in Bestandsgebäuden, rät die Initiative. (Newspress.de/HS)

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