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cid Groß-Gerau - Wenn es gekracht hat, können Smartphones bei der Ortung un der Versorgung Verletzter wichtige Dienste leisten. Rico_Loeb / Pixabay.com / CC0

Smartphones als Unfallhelfer

Datenschutz contra Schutz von Leib und Leben Verunglückter: Diese Abwägung beschäftigt Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin des Uniklinikums Schleswig-Holstein. Er kritisiert die aktuelle Regelung als 'nicht zeitgemäß'. Denn derzeit dürfen Hilfsorganisationen die sehr exakte Smartphone-Ortung per GPS-Empfänger sogar im Notfall längst noch nicht überall nutzen.


Datenschutz contra Schutz von Leib und Leben Verunglückter: Diese Abwägung beschäftigt Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin des Uniklinikums Schleswig-Holstein. Er kritisiert im Gespräch mit der "Apotheken Umschau" die aktuelle Regelung als "nicht zeitgemäß". Denn derzeit dürfen Hilfsorganisationen die sehr exakte Smartphone-Ortung per GPS-Empfänger sogar im Notfall längst noch nicht überall nutzen.

Das Problem: Die Ortung eines Anrufers mit Hilfe der Mobilfunkmasten, bei denen sich das Smartphone eingeloggt hat, ist gerade auf dem flachen Land wegen sehr weit auseinander stehender Masten sehr ungenau. Verlässlicher ist die Ortung per satellitengestütztem Navigationssystem - soweit es der Gesetzgeber zulässt. Hilfreich sind Smartphones auch bei der Ersten Hilfe: Hilfsorganisationen bieten Apps an, die im Notfall Schritt für Schritt erklären, was zu tun ist. Und Handy-Kameras könnten im Notfall für eine Videoschaltung genutzt werden, bei der "Experten in der Leitstelle einen Blick auf den Patienten werfen oder Ersthelfer bei der Herzdruckmassage besser anleiten" könnten, so Gräsner.

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