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wid-en Groß-Gerau - Am Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP wurde ein neuer Teststand entwickelt, der das "soiling"-Problem von Photovoltaik-Anlagen in Wüstenregionen simuliert. Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP

Solarstrom und die Wüsten-Simulation

Photovoltaik-Anlagen in der Wüste haben den großen Vorteil, dass sie sehr viel Sonnenschein abkriegen. Dafür haben sie aber auch den massiven Nachteil, dass sie durch Sand und Staub stark verschmutzt werden. Diesem Problem haben sich Fraunhofer-Forscher angenommen.


Photovoltaik-Anlagen in der Wüste haben den großen Vorteil, dass sie sehr viel Sonnenschein abkriegen. Dafür haben sie aber auch den massiven Nachteil, dass sie durch Sand und Staub stark verschmutzt werden. Diesem Problem haben sich Fraunhofer-Forscher angenommen.

Klemens Ilse vom Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP hat mit seinen Kollegen ein Verfahren entwickelt, mit dem sich dieses Verschmutzungsverhalten im Labor simulieren lässt. So kann das "soiling" (Dreck/Beschmutzen) besser untersucht und es können Maßnahmen dagegen erforscht werden.

"Verschmutzte Module werden derzeit in erster Linie mechanisch gereinigt, etwa durch Abwischen, mit Besen oder durch Reinigungsroboter", erklärt Ilse, der für seine Mühen mit dem Best Student Paper Award der Fachtagung "IEEE PVSC 44" ausgezeichnet wurde. "Eine bessere Lösung wären optimierte Oberflächen der Module, die dafür sorgen, dass Staub und Sand erst gar nicht stark anhaften können und natürliche Reinigungsmechanismen wie zum Beispiel Wind besser wirken."

Damit eine Simulation realitätsnah umgesetzt werden kann, müssen die Forscher Zusammensetzung, Größenverteilung und Struktur von Staub- und Sandpartikeln begreifen. Veränderungen durch Feuchtigkeit müssen einkalkuliert werden. Mit diesen Fragen wurde am Fraunhofer CSP in Kooperation mit der Hochschule Anhalt ein Soiling-Teststand errichtet.

Der Teststand ermöglich jetzt viel schnellere Forschungsergebnisse. Erste Einsichten konnten so bereits gewonnen werden. Der Teststand soll bald als kommerzielles Produkt auf den Markt gebracht werden. (vm/en-wid)

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