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Barrierearmes Duschen wird zu einem Erlebnis, das alle Sinne berührt. Verschiedene Regenarten, Nebel, Lichter und Düfte ergänzen sich zu ganz speziellen Choreografien. Foto: djd/ZVSHK/Dornbracht

Das Bad wird smart

Stilvoll und werthaltig: Natürlich wirkende, edle Materialien statt kühler Kachelwände machen das Bad deutlich wohnlicher. Die Kombination aus edlen Badmöbeln in kontrastreicher Inszenierung und individuell steuerbaren Licht- und Farbszenarien bietet einen hohen Wohnwert für den Wellness- und Gesundheitsbereich. Waschbecken oder Badewanne stehen nicht mehr ausschließlich an der Wand, sondern rücken in die Mitte. Gleichzeitig werden Musik, Video und Internet integriert. Die Sanitärtechnik ist in ein Smart Home-System eingebunden und wird via App gesteuert. Wer heute baut, sollte die hierfür notwendigen Strom- und Kommunikationsverbindungen schon bei der Badplanung berücksichtigen

Das Badezimmer der Zukunft ist "smart", denn die Ansprüche an diesen Raum werden sich künftig gravierend verändern. Zum einen wird das Bad noch mehr als heute Gesundheitsstandort für Wellness und Pflege sein. Doch Barrierefreiheit, assistive Produkte wie Dusch-WCs, höhenverstellbare Systeme am Waschtisch und WC sowie intelligente Lichtsteuerung für die Pflege oder mit automatischer Notrufauslösung bzw. Sensortechnik unter den Fliesen zur Sturzerkennung stehen bereits für diesen Trend. Zum anderen sind eine angenehme Beleuchtung, Düfte und Musik aus dem Bad bald nicht mehr wegzudenken. Man möchte informiert und unterhalten werden, neben Radio und Fernsehen hält deshalb auch das Internet im Bad Einzug. Und schließlich wird die Digitalisierung bei den klassischen Badezimmerkomponenten ebenfalls weiter zunehmen. "Um all diese Anforderungen überhaupt umsetzen zu können, ist bei einer Badmodernisierung eine ganzheitliche und nachhaltige Beratung und Planung durch den Fachhandwerker entscheidend", empfiehlt Andreas Müller, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima e.V. (ZVSHK).

Umfassende Planung betrifft vor allem Stromanschlüsse

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Bäder spielt die frühe Einplanung der Elektroinstallation eine zentrale Rolle - Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel sind im Bad sehr gefährlich und sollten nicht verwendet werden. Hinzu kommt, dass die nachträgliche Anpassung der Elektro- und Wasserinstallation häufig die Fliesen betrifft. "Bei einer Badsanierung sollte deshalb gleichzeitig und vorausschauend auch in die neuen Wasser- und Stromanschlüsse investiert werden", so Müller.

Die Notwendigkeit einer guten Planung gilt auch im Hinblick auf Akustik, Licht und Unterhaltung. Die Investition in teure Lautsprecher in der Wand oder in der Badewanne etwa zahlt sich nur dann aus, wenn die Wände auf eine gute Schallwirkung ausgelegt sind. Auch die gewünschten Beleuchtungseffekte müssen vorab zusammen mit der Farb- und Flächengestaltung geprüft und berücksichtigt werden. "Kommunikations- und Entertainmentsysteme bieten insgesamt eine bessere Bedien- und Nutzerqualität, wenn sie direkt an das WLAN-Netz der Wohnung angeschlossen werden", so Müller. Mehr Informationen zum "smarten" Bad gibt es unter www.wasserwaermeluft.de.

Fachhandwerker informiert auch über Fördermöglichkeiten

Der Fachhandwerker weiß nicht nur, worauf es bei einer Badsanierung etwa bei der Koordination mit anderen Gewerken ankommt, er kann auch über mögliche Förderungen informieren. Denn der Staat unterstützt beispielsweise altersgerechte Umbauten finanziell, die entsprechenden Anträge sind direkt bei der KfW-Bank zu stellen.

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