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mid Groß-Gerau - Gigantische Ausmaße: Nahe der ostchinesischen Stadt Huainan hat jetzt ein ganz besonderes Solarkraftwerk den Betrieb aufgenommen. Denn die rund 160.000 Solarmodule befinden sich mitten auf einem See. Sungrow

Solar-Kraftwerk auf dem Wasser

Der Fantasie der Chinesen sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Jetzt hat in der Nähe der ostchinesischen Stadt Huainan ein ganz besonderes Solarkraftwerk den Betrieb aufgenommen. Denn die rund 160.000 Solarmodule befinden sich mitten auf einem See. Das schwimmende Kraftwerk hat aber nicht nur Vorteile.


Der Fantasie der Chinesen sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Jetzt hat in der Nähe der ostchinesischen Stadt Huainan ein ganz besonderes Solarkraftwerk den Betrieb aufgenommen. Denn die rund 160.000 Solarmodule befinden sich mitten auf einem See. "Früher wurde hier Kohle abgebaut", sagt Jiang Fan, der die Anlage mit aufgebaut hat, auf "tagesschau.de".

Danach ist in der Abbau-Mulde ein riesiger See entstanden, der bis zu sechs Meter tief sein soll. "Wir haben uns für eine schwimmende Lösung entschieden, weil auf dem Boden fixierte Solar-Module nur in flacherem Wasser funktionieren." Man wolle mit dem schwimmenden Kraftwerk zeigen, dass man mit Solarmodulen mehr machen könne als einfach nur Strom erzeugen, erklärt das chinesische Unternehmen JA Solar, das die Anlage geplant und gebaut hat. Projekte wie dieses seien auch ein Beitrag zum Schutz von Gewässern und Landschaft.

Ein auf dem Wasser schwimmendes Solarkraftwerk hat nicht nur den Vorteil, dass es im Gegensatz zu einer Anlage an Land keine kostbare Fläche verbraucht. Das Kraftwerk kann auch mehr Strom erzeugen. Durch die Wasserkühlung von unten steigt der Wirkungsgrad der Module. Außerdem sei es auf dem Wasser weniger staubig, erklärt Jiang Fan. "Auf den Solarpanelen im Wasser lagert sich so gut wie kein Staub oder Schmutz ab, dadurch arbeiten sie effizienter." Sie erzeugen deshalb auch mehr Strom als an Land.

Es gibt aber auch Nachteile: So kosten Bau und Betrieb deutlich mehr als bei einer vergleichbaren Anlage an Land. Module und Kabel müssen wegen der stärkeren Korrosion auf Wasser mehr aushalten. Und täglich müssen bis zu zwölf Arbeiter hinaus auf den See fahren, um die Solarmodule von Algen zu befreien. "Sie sprießen in jeder Lücke, die sich auftut", sagt Jiang Fan. "Wenn wir die Algen nicht beseitigen, können sie große Schäden anrichten." (vm/en-wid)

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