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en-wid Groß-Gerau - Experten des TÜV Rheinland untersuchen, wie sich die Blendwirkung von Solaranlagen verringern lässt. BSW - Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Starke Blendwirkung: Solaranlagen sicherer machen

Die Oberfläche von Photovoltaik-Anlagen kann das Sonnenlicht mitunter stark reflektieren. Nun überprüfen Sicherheitsexperten vom TÜV Rheinland die über den Tag verteilte Blendwirkung sich spiegelnder Panels mit Hilfe einer speziellen Software.


Die Oberfläche von Photovoltaik-Anlagen kann das Sonnenlicht mitunter stark reflektieren. Nun überprüfen Sicherheitsexperten vom TÜV Rheinland die über einen längeren Zeitraum verteilte Blendwirkung sich spiegelnder Panels. Möglich wird die Untersuchung durch eine spezielle Software. Dabei werden die Reflexion des Sonnenlichts durch das Glas der Solarmodule im Labor gemessen und die Blendungsrisiken im Hinblick auf die Standortauswahl einer Solaranlage über das gesamte Jahr ermittelt. Die Experten setzen bei der Berechnung der möglichen Blendungen eine selbst entwickelte Software ein, die Installateuren und Investoren von Photovoltaikanlagen in der Planung umfassende Sicherheit in der Standortwahl geben soll.

Die Blendwirkung von Photovoltaikanlagen ist nicht ganz harmlos, denn unangenehme Spiegelungen und blendendes Sonnenlicht durch große Solarparks können den Verkehr gefährlich beeinträchtigen. An Hauptverkehrsstraßen oder in der Nähe von Flughäfen sei das besonders zu berücksichtigen, warnt der TÜV. Aber auch im Wohn- und Arbeitsbereich könnten Sonnenlichtreflexionen und Blendungen unangenehm in Erscheinung treten.

"Das lässt sich bereits im Planungsprozess einer Solaranlage überprüfen", sagt Florian Reil, Geschäftsfeldleiter für Solarenergie bei TÜV Rheinland. Im Einzelfall sei eine Analyse zwingend erforderlich, um eine Baugenehmigung zu erhalten. In jedem Fall biete sich eine Überprüfung dort an, wo potentiell Nachbarn geblendet werden könnten, um die Investitionssicherheit zu gewährleisten. Nachträgliche Blendschutzmaßnahmen seien nicht nur teuer, sie könnten auch zu Ertragseinbußen durch Verschattung führen.

Auf Basis der Untersuchungsergebnisse soll es nicht nur möglich sein, die Standortwahl und Ausrichtung von Anlagen zu optimieren, sondern auch etwaige Blendschutzmaßnahmen bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen. Aufwendige Nachbesserungen oder juristische Auseinandersetzungen sollen sich also bereits im Vorfeld ausschließen lassen. (vm/en-wid)

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