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Als Gründach umgebaute Flachdächer bieten Erholung mitten in der Stadt, vermindern das Aufheizen des Daches im Sommer und halten konstruktionsbedingt doppelt so lange. Foto: djd/Optigrün - gebaeudegruen.info

Der eigene Garten auf dem Dach

Eine eigene grüne Erholungsoase mitten in der Stadt? Das ist möglich.

Eine eigene grüne Erholungsoase mitten in der Stadt? Das ist möglich. Für die private Grünfläche benötigt man allerdings ein stabiles Flachdach. Ob die Statik des Dachs die Voraussetzungen erfüllt, sollte im Vorfeld durch einen Fachmann abgeklärt werden. Legt man die Dämmung des Daches als sogenanntes Umkehrdach an, verdoppelt man die Lebensdauer des Daches, da das Dämmmaterial direkt auf der Abdichtung verlegt wird und diese so vor Sonne sowie Verwitterung geschützt ist. Als Dämmmaterial kommt etwa Extruderschaum (XPS) zum Einsatz. Er ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, verrottungsfest und besonders druckstabil. Die großformatigen Dämmplatten werden auf der Abdichtung der Dachfläche verlegt und mit einem Vlies abgedeckt. Nähere Informationen zum Dämmstoff gibt es unter www.xps-waermedaemmung.de.

Rechnet sich ein Gründach?

Da sich die Flachdachschichten beim Gründach geschützt unterhalb der Pflanzendecke befinden, behält es ganzjährig relativ konstante Temperaturen und wird vor Verwitterung geschützt. Das verlängert die Lebensdauer des Daches um das Doppelte und senkt damit auch die Instandhaltungskosten. Damit amortisieren sich langfristig auch die zusätzlichen Investitionskosten. Ganz nebenbei schafft ein Gründach ein besseres Wohnklima im Haus, denn die Bepflanzung verhindert durch die natürliche Kühlung das unangenehme Aufheizen des Dachgeschosses im Hochsommer und hält im Winter die Wärme im Haus. Das ist positiv für die Haushaltskasse, denn der zusätzliche Dämmeffekt reduziert Jahr für Jahr die Wärmeverluste um bis zu 30 Prozent. Wem eine pflegeleichte Bepflanzung mit flach wachsenden Gräsern, Moos und Kräutern ausreicht, der benötigt dafür eine Dachkonstruktion mit einer Traglast von etwa 150 Kilogramm pro Quadratmeter. Die Wurzeln der sich weitestgehend selbst erhaltenden Pflanzen dringen nicht so tief in den Boden ein, die Begrünung benötigt hier einen Schichtaufbau von sechs bis 15 Zentimetern.

Intensive Dachbegrünung - das zweite Wohnzimmer

Wer auf dem Dach seinen eigenen Garten, das Aufstellen einer Schaukel und der gemütlichen Sitzgruppe oder sogar das Anlegen eines kleines Teiches plant, sollte darauf achten, dass die Statik des Daches auch dafür ausgelegt ist. 500 Kilogramm pro Quadratmeter gelten als Richtwert für eine intensive Nutzung. Der Schichtaufbau ist hier deutlich stärker, je nach geplanter Bepflanzung zwischen 25 und 75 Zentimetern. Trotz des erhöhten Pflegeaufwands schafft man sich damit ein kleines grünes Paradies mit Panoramablick, in dem man sich jederzeit vom Alltag erholen kann.

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