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wid-en Groß-Gerau - Ein Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Textiltechnik Augsburg der Universität Augsburg und des Instituts für Angewandte Mikrobiologie der RWTH Aachen haben den mit 10.000 Euro dotierten f-cell-award gewonnen. PellissierJP / Pixabay.com / CC0

Brennstoffzellen: Wie aus Abwasser Strom gewonnen werden kann

Der eine macht aus Wasser Wein. Ein anderer aus Exkrementen Gold und wieder andere genau die Mitte davon. Bei letzterem ist die Rede von der Fähigkeit aus Abwasser Strom erzeugen zu können.


Der eine macht aus Wasser Wein. Ein anderer aus Exkrementen Gold und wieder andere genau die Mitte davon. Bei letzterem ist die Rede von der Fähigkeit aus Abwasser Strom erzeugen zu können. Genauer gesagt wurde soeben ein Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Textiltechnik Augsburg (ITA) der Universität Augsburg und des Instituts für Angewandte Mikrobiologie (iAMB) der RWTH Aachen in der Kategorie "research & development" mit 10.000 Euro dotierten f-cell award 2017 ausgezeichnet. Die neuartige Bio-Anode für Mikrobielle Brennstoffzellen, kurz MBZ, folgen denselben Prinzipien wie konventionelle Brennstoffzellen. Allerdings basiert ihre Wirkungsweise auf speziellen mikrobiellen Bio-Katalysatoren, die organisches Material oxidieren und die dabei freiwerdenden Elektronen auf eine Elektrodenoberfläche übertragen können. Vor allem die revolutionäre Fähigkeit organische Bindungen in Abwässern abzubauen und daraus Strom zu gewinnen, hat die Jury überzeugen können. "Das Projekt ermöglicht ein völlig neues Anwendungsfeld", sagte Minister Franz Untersteller, "nämlich Abwasser nachhaltig zu reinigen und hierbei gleichzeitig Strom zu gewinnen." (vm/en-wid)

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