img
cid Groß-Gerau - Streaming-Dienste ermöglichen Heimkino zum Wunschtermin. Doch Vorsicht vor illegalen Angeboten. JuralMin / Pixabay.com / CC0

Streaming-Dienste: Darauf müssen Nutzer achten

Die Zeiten ohne Alternative zum aktuellen TV-Geflimmer sind längst Geschichte. Die Zuschauer sind dank der Online-Streamingdienste ihre eigenen Programmchefs. Doch welche Fallstricke lauern in den Unterhaltungs-Angeboten?


Die Zeiten ohne Alternative zum aktuellen TV-Geflimmer sind längst Geschichte. Die Zuschauer sind dank der Online-Streamingdienste ihre eigenen Programmchefs. Doch wie funktionieren und welche Fallstricke lauern in den Unterhaltungs-Angeboten?

Beim Streaming befinden sich Audio-und Videodateien auf einem externen Server und werden als kontinuierlicher Datenstrom auf einen Computer oder ein TV-Gerät geschickt. Meist handelt es sich um Streaming-Dienste. "Anders als beim Fernsehen kann man den Beginn selbst bestimmen, die Wiedergabe unterbrechen oder Passagen wiederholen", heißt es bei den ARAG Experten.

Das wohl am häufigsten genutzte Streaming-Gerät ist der Smart-TV, der den Datenstrom über seine Netzwerkanbindung direkt aus dem Internet holt. Dazu braucht es üblicherweise ein Abo, häufig in Form einer Flatrate, um beliebig viele Inhalte ohne Zusatzkosten fließen zu lassen. Alternativ dazu ermöglichen die meisten Dienste den Abruf einzelner Filme und Serienfolgen "on Demand". Einige Anbieter haben für ihre Abos oder Flatrates relativ lange - und teure - Kündigungsfristen. Die ARAG Experten raten deshalb vor dem ersten Stream das Angebot, die Kosten und die Vertragsmodalitäten genau zu checken.

Nach einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) ist bereits die Nutzung illegaler Streams nicht erlaubt. Wer streamt und dafür auf illegale Anbieter zurückgreift, begeht demnach eine Urheberrechtsverletzung und macht sich schadensersatzpflichtig (Az.: C-527/15). Zudem müssen sich Nutzer künftig über das Streaming-Angebot informieren und prüfen, ob es rechtswidrig ist. Doch woran erkennt der Nutzer illegale Streams? Dazu gibt es einen einfachen Anhaltspunkt: Stehen topaktuelle Filme, Serien und Sportereignisse, die nicht einmal bei Bezahlanbietern wie Netflix oder Amazon Prime angeboten werden, gratis im Internet bereit, geht das nicht mit rechten Dingen zu - man sollte unbedingt die Finger davon lassen.

STARTSEITE