img
cid Groß-Gerau - Physiker um Professor Oesterschulze von der TUK Kaiserslautern bauen die Mikroiris an einer speziellen Werkbank unter Luftausschluss zusammen. Thomas Koziel

Forscher entwickeln Iris-Blende für Mini-Kameras

Bislang sind die Möglichkeiten von Mini-Kameras, wie sie beispielsweise in Smartphones zum Einsatz kommen, beschränkt, wenn es darum geht, Feinheiten wie Tiefenunschärfen zu erzeugen. Das könnte sich bald ändern. Wissenschaftler der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) und der Universität Osnabrück arbeiten an einer Lösung.


Bislang sind die Möglichkeiten von Mini-Kameras, wie sie beispielsweise in Smartphones zum Einsatz kommen, beschränkt, wenn es darum geht, Feinheiten wie Tiefenunschärfen zu erzeugen. Das könnte sich bald ändern. Wissenschaftler der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) und der Universität Osnabrück arbeiten an einer Lösung.

Die Forscher entwickeln eine elektrisch steuerbare Irisblende, die sich für Minikameras eignet. Das Team um Professor Egbert Oesterschulze arbeitet an einer Technik, mit deren Hilfe Blenden auch in mikrooptischen Systemen Verwendung finden. "Wir nutzen dabei sogenannte elektrochrome Materialien", sagt der Physiker. "Sie ändern ihre optischen Absorptionseigenschaften beim Anlegen einer elektrischen Spannung. So können wir einzelne ringförmige Bereiche, die den gewünschten Blendenstufen der herkömmlichen Iris entsprechen, gezielt abdunkeln und somit die Lichtmenge und ebenso die Schärfentiefe auf Knopfdruck kontrollieren." Der Vorteil: Der geringe Platzbedarf kombiniert mit dem geringen elektrischen Energieverbrauch ermögliche es, die elektrochrome Iris zum Beispiel für Smartphones, aber auch für andere mikrooptische Kamerasysteme zu nutzen.

STARTSEITE