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cid Groß-Gerau - Nichts für Heimwerker: Das Anbringen von Lampen und anderen elektrischen Geräten sollte der Fachmann übernehmen. eberhardgross / pixabay.com

Wenn Heimwerkern ein Licht aufgeht

Um eine simple Glühbirne zu wechseln, muss man nicht unbedingt ein abgeschlossenes Elektrikstudium vorweisen. Anders sieht es dagegen beim Montieren von Lampen aus. Das sollte ein Fachmann in die Hand nehmen, sonst tappt man in der eigenen Wohnung schnell im Dunkeln.


Um eine simple Glühbirne zu wechseln, muss man nicht unbedingt ein abgeschlossenes Elektrikstudium vorweisen. Das ist auch für handwerklich weniger begabte Menschen ein Kinderspiel. Anders sieht es dagegen beim Montieren von Lampen aus. Das sollte ein Fachmann in die Hand nehmen, sonst tappt man in der eigenen Wohnung schnell im Dunkeln.

Die Farbgebung der Leitungsadern ist klar geregelt und ist seit der Jahrtausendwende unverändert. "In älteren Bauten, die vor den 1970er-Jahren entstanden sind, sieht die Farbe der Adern mitunter anders aus", sagt Giovanni Tognotti, Prüfsachverständiger für elektrische Anlagen bei TÜV Rheinland. "Werden falsche Leiter zusammengeschlossen, kann das Lampengehäuse unter Spannung geraten - das Risiko eines elektrischen Schlages ist entsprechend groß." Das gleiche Problem kann entstehen, wenn die Adern zu großzügig isoliert werden. Um Schmorbränden vorzubeugen, ist beim Entfernen der Isolierung darauf zu achten, dass der Kupferdraht nicht beschädigt wird. Fachleute haben das Werkzeug, um höchstmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Noch größer ist die Gefahr eines elektrischen Schlages bei der unsachgemäßen Installation eines Backofens, da das Kochfeld in der Regel mit 5 Adern und 400 Volt Drehstrom betrieben wird. "Dabei gilt es unter anderem zwischen verschiedenen Anschlüssen zu unterscheiden. Es müssen teilweise Brücken zwischen den Kontakten entfernt werden. Dazu muss jedoch der Schaltplan verstanden werden. Solche Arbeiten sollten keine Laien durchführen", betont Tognotti.

Sorgfalt ist auch bei der Verkabelung im Haushalt geboten. So können beispielsweise Kabeltrommeln im ausgerollten Zustand höher belastet werden als im aufgerollten. "Ausgerollt sind es in der Regel 3.500 Watt, aufgerollt hingegen teils nur 1.000 Watt. Wird dies nicht beachtet, kann es leicht zu Wärmestau und Bränden kommen", sagt der TÜV Rheinland-Experte.

Die maximale Leistung muss auch bei Mehrfachsteckdosen immer beachtet werden. Billige Modelle sind aufgrund ihrer Bauweise häufig nicht für 3.500 Watt ausgelegt und haben ein erhöhtes Brandrisiko. Generell gilt: Kabel immer am Stecker ziehen. Andernfalls können die Schutzummantelung oder die Steckdose beschädigt werden.

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