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cid Groß-Gerau - Vor allem in entlegenen Gegenden Deutschlands ist die Digitalisierung noch nicht angekommen. Photo-Mix / pixabay.com

Eine App soll Funklöcher schließen

Für die einen ist es ein Aprilscherz, für andere ein Schritt in die richtige Richtung: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will per App die Funklöcher in Deutschland schließen.


Für die einen ist es ein Aprilscherz, für andere ein Schritt in die richtige Richtung: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will per App die Funklöcher in Deutschland schließen. Der Zustand des deutschen Mobilfunknetzes sei für eine Wirtschaftsnation untragbar, kritisierte der Politiker. Die Bundesregierung sage daher den Funklöchern in Deutschland den Kampf an. "Wir haben die Pflicht dafür zu sorgen, dass die Bürger nicht im Funkloch stecken bleiben", sagte Scheuer den Zeitungen der Funke Mediengruppe und kündigte einen "Mobilfunkgipfel" mit den Anbietern in seinem Ministerium an.

Man werde eine spezielle App entwickeln, die nach dem Modell von Staumeldern funktionieren soll, sagte Scheuer. Und wie soll das funktionieren? Die Bundesnetzagentur soll eine App zur Mobilfunknetzmessung so erweitern, dass Bürger "einfach und unbürokratisch Funklöcher an die Behörde melden können". Diese Meldungen sollen in einer Karte zusammengeführt und veröffentlicht werden. So könne "die Jagd auf die weißen Flecken im Mobilfunknetz eröffnet" werden.

Die Bundesnetzagentur soll demnach jährlich einen Bericht über die Sicherstellung der zugesagten Netzabdeckung veröffentlichen und gegebenenfalls Handlungsempfehlungen aussprechen. Auf der Grundlage dieser Informationen könne die Regierung mit den Mobilfunk-Anbietern darüber sprechen, wo weitere Sendemasten aufgestellt werden müssten.

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