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cid Groß-Gerau - Bei Flatrates gehen die Preise im Europavergleich recht weit auseinander. www.LTE-Anbieter.info

Flatrates im Europavergleich

Deutsche Mobilfunkkunden können seit Mai 2018 von zwei Netzprovidern Smartphone-Flatrates mit unlimitiertem LTE-Datenvolumen buchen. Eine Analyse der Tarifexperten des Verbraucherportals www.LTE-Anbieter.info hat 17 europäische Länder dazu unter die Lupe genommen.


Deutsche Mobilfunkkunden können seit Mai 2018 von zwei Netzprovidern Smartphone-Flatrates mit unlimitiertem LTE-Datenvolumen buchen. Eine Analyse der Tarifexperten des Verbraucherportals www.LTE-Anbieter.info hat 17 europäische Länder dazu unter die Lupe genommen.

Fazit: Hierzulande zahlen Interessenten für ungedrosselte LTE-Flatrates am Smartphone nicht nur in absoluten Beträgen am meisten. Auch in Relation zum Einkommen landet Deutschland nur auf dem letzten Platz. Ganz anders sieht es dafür bei Tarifen mit hohem Datenvolumen aus. Zur Analyse wurden Smartphone Allnet-Flat-Tarife aller Mobilfunknetzprovider in 17 europäischen Ländern ausgewertet. Neun davon (53 Prozent) bieten aktuell LTE-Internetzugänge ohne Datenbegrenzung.

Hierzulande sind derartige Tarife noch vergleichsweise neu. Die Deutsche Telekom startete im März 2018 mit "MagentaMobil XL" für 79,95 Euro, Vodafone folgte im Mai mit "RED XL" zum Preis von 79,99 Euro. Der finnische Netzanbieter "Elisa" offeriert dagegen ein vergleichbares Angebot bereits zu 32,90 Euro monatlich, also weniger als die Hälfte. In Großbritannien, Dänemark oder den Niederlanden sind Komplettpakete mit Telefonflatrate für teilweise deutlich unter 50 Euro erhältlich.

"Auch im Verhältnis zum durchschnittlich monatlichen Haushaltsnettoeinkommen ändert sich nichts am Ranking und verweist Deutschland abermals auf das Ende der Liste", sagt Sebastian Schöne, Tarifexperte vom Ratgeberportal LTE-Anbieter.info. "Wie unsere Analyse zeigt, müssen Verbraucher hierzulande im Schnitt 3,42 Prozent des monatlich verfügbaren Haushaltseinkommens für einen unlimitierten LTE-Tarif am Smartphone aufwenden." Dagegen seien es beispielsweise in der Schweiz, Großbritannien und den Niederlanden unter zwei Prozent. Im Fall von Dänemark und Finnland sogar weniger als die Hälfte.

Gänzlich anders fällt das Ergebnis beim europaweiten Vergleich von Smartphone-Tarifen mit besonders hohem Datenvolumen aus. Hier rangiert Deutschland im Mittelfeld. Sowohl bezogen auf den Durchschnittspreis (50,94 Euro), als auch im Hinblick auf den Anteil am Einkommen (1,93 Prozent). Für knapp 45 Euro sind bei uns immerhin schon 60 GB erhältlich.

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