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cid Groß-Gerau - Die Qualität von Smartphone-Fotos wird dank ausgeklügelter Technik immer besser. pixabay.com

Neue Foto-App öffnet die Augen

Apps gibt es inzwischen für alle Lebenslagen. Jetzt kommt eine neue dazu, die in der Welt der Fotos für jede Menge Aufsehen sorgen soll. 'Gimbse Foto' heißt diese App, die ein deutscher Entwickler realisiert hat.


Apps gibt es inzwischen für alle Lebenslagen. Jetzt kommt eine neue dazu, die in der Welt der Fotos für jede Menge Aufsehen sorgen soll. "Gimbse Foto" heißt diese App, die ein deutscher Entwickler realisiert hat. Die App soll es dank einer intelligenten Live-Perspektivkorrektur ermöglichen, Bilder auch aus ungünstigsten Blickwinkeln und Positionen aufzunehmen. Gimbse Foto sei sowohl für private Nutzer als auch für den professionellen Einsatz gedacht, heißt es.

Gimbse setzt sich aus den Wörtern "Gimbal", einer kardanischen Aufhängung zum Ausbalancieren von Kameras, und "Glimpse" (Englisch für Blick) zusammen. Somit deutet der Name der App bereits an, welche Technologien hier zum Einsatz kommen. Der Entwickler hat in der Anwendung mehrere Komponenten zusammengeführt. Für die Ausrichtung des Motivs wird die Simulation eines dreiachsigen Gimbals mit adaptiven Tilt- und Shift-Funktionen kombiniert. Die Live-Perspektivkorrektur wird als Augmented Reality in Form eines Rahmens direkt im Bild der Kamera visualisiert. Alle Arten der perspektivischen Anpassung erfolgen in Echtzeit, wodurch keine Nachbearbeitung mehr erforderlich ist.

Gimbse Foto beinhaltet insgesamt vier Modi für die perspektivische Anpassung von Fotos. Im Horizontmodus wird das Foto automatisch gedreht, sodass der Horizont stets waagerecht erscheint. Vergleichbar ist dies mit der Wasserwaagen-Funktion, die in vielen Kameras verfügbar ist. Dann gibt es den Architekturmodus. Hier wird ein Foto waagerecht ausgerichtet und perspektivisch so korrigiert, dass senkrechte Linien des Motivs auch im Bild senkrecht erscheinen. Stürzende Linien werden also vermieden.

Im Galeriemodus erfolgt dieselbe Korrektur wie im Architekturmodus, jedoch kann das Foto zusätzlich um die Hochachse gedreht werden. Auf diese Weise ist es möglich, Bilder "von vorne" zu fotografieren, obwohl der Nutzer seitlich zum Motiv steht. Der Staffeleimodus arbeitet wie der Galeriemodus, ermöglicht aber zusätzlich die Nutzung eines schiefen Bezugssystems wie beispielsweise ein Gemälde auf einer Staffelei. Dank dieser Funktion können Nutzer das Motiv aus jedem Winkel wie "von vorne" fotografieren.

In jedem Modus wechselt die Ausrichtung automatisch, wenn mit dem Smartphone ein bestimmter Grenzwinkel überschritten wird. Dies ist praktisch für Nutzer, die ein Buch oder Dokument fotografieren möchten, das auf dem Tisch liegt. Oftmals ist hier ein schräger Blickwinkel erforderlich, um Spiegelungen oder Schatten zu vermeiden. Die App Gimbse Foto richtet das Motiv automatisch so aus, als würde es genau von oben aufgenommen.

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