img
cid Groß-Gerau - Achtung Cyber-Angriff: Die Kriminalität durch schädliche Apps hat dramatisch zugenommen. geralt/pixabay.com

Alle sieben Sekunden eine neue Schad-App

Android-Nutzer stehen verstärkt im Fadenkreuz von Cyber-Kriminellen. Über 2 Millionen neue Schad-Apps zählten die G Data Forscher bereits im ersten Halbjahr 2018, davon allein 1,2 Millionen im zweiten Quartal.


Android-Nutzer stehen verstärkt im Fadenkreuz von Cyber-Kriminellen. Über 2 Millionen neue Schad-Apps zählten die G Data Forscher bereits im ersten Halbjahr 2018, davon allein 1,2 Millionen im zweiten Quartal. Die Fokussierung auf Android verwundert die Experten nicht, da die Marktanteile des Betriebssystems wieder zunehmen. Im zweiten Quartal 2018 hatten rund 76 Prozent der Smartphones weltweit Android installiert.

"Malware-Autoren suchen derzeit verstärkt nach neuen und kreativen Ansätzen, um Anwender in die Schadcode-Falle zu locken", sagt Tim Berghoff von G Data Security. "Mobile Gaming boomt, das wissen auch die Kriminellen und entwickeln derzeit verstärkt neue Maschen."

Mit 2.040.293 neuen Schaddateien für Android wurde im ersten Halbjahr 2018 ein neuer Negativ-Rekord aufgestellt. Bereits nach sechs Monaten wurden die Zahlen des Gesamtjahres 2015 übertroffen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 hat die Anzahl neuer Schaddateien um rund 40 Prozent zugenommen.

Betrüger machen sich derzeit zum Beispiel den Hype um das Videospiel "Fortnite" zunutze, warnen die Branchenkenner. Bisher ist es für PC, Mac, Konsolen und iOS erhältlich. Android-Nutzer würden sehnsüchtig auf die Veröffentlichung für ihre Plattform warten. Hier hätten Betrüger leichtes Spiel, die mit vermeintlichen Videos und Anleitungen Nutzer zur Installation von angeblichen Fortnite-Apps drängen wollen. Doch statt des erhofften Spiels schließen Anwender teure Abos ab oder infizieren ihr Gerät mit Schadcode.

Hierzu haben die Experten bei G Data im Juni einen Artikel mit dem Thema "Gamer aufgepasst: Falsche Fortnite-Apps für Android im Umlauf" veröffentlicht. Gamer sollten daher nicht auf die Versprechungen in Videos hereinfallen, denn diese werden nicht durch ihre Richtigkeit bei den Suchergebnissen nach oben gespült, sondern durch die Anzahl der Suchanfragen.

STARTSEITE