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cid Groß-Gerau - Das Forschungsprojekt "ArgumenText" arbeitet an einer Aufbereitung von Pro- und Kontra-Argumenten. Pixabay/Free-Photos

Forschungsprojekt: Argumente für jedes Thema

Gute Argumente erleichtern nicht nur jede Diskussion, sondern auch Entscheidungsfindungen oder Recherchen. Eine große Hilfe wäre zum Beispiel ein Filter von Pro- und Kontra-Argumenten, der bei einer konkreten Suche nach einem beliebigen Thema diese aus dem Internet passend aufbereitet. Genau daran arbeitet das Forschungsprojekt 'ArgumenText' der TU Darmstadt.


Gute Argumente erleichtern nicht nur jede Diskussion, sondern auch Entscheidungsfindungen oder Recherchen. Eine große Hilfe wäre zum Beispiel ein Filter von Pro- und Kontra-Argumenten, der bei einer konkreten Suche nach einem beliebigen Thema diese aus dem Internet passend aufbereitet. Genau daran arbeitet das Forschungsprojekt "ArgumenText" der TU Darmstadt.

Ein Demonstrator des Suchsystems zeigt, wie es ablaufen soll: Zum Thema "Nuclear Energy" kommen nach wenigen Sekunden knapp hundert Argumente für und gegen Atomkraft - von verschiedensten Internet-Seiten. Zum Vergleich: eine Google-Suche zum selben Thema erbringt rund 268 Millionen Treffer.

Wie das Ganze funktioniert? Die im Internet vorhandenen Texte werden mittels neuronaler Netze untersucht, als für das Suchthema relevant oder nicht relevant eingestuft und dann auf Argumente abgeklopft. Die hinter ArgumenText liegenden Algorithmen entwickelt das Team im Fachgebiet selbst. "Hier werden nicht nur einzelne Wörter gesucht, auch grammatische Strukturen, Kontexte und Semantik werden berücksichtigt, um zu entscheiden, ob eine Aussage ein ,Argument' ist oder nicht und ob es auf der Pro- oder der Kontra-Seite steht", erklärt Dr. Johannes Daxenberger.

Das Projekt ist derzeit in der Validierungsphase. Hauptzielgruppen seien zunächst Entscheiderinnen und Entscheider aus der Wirtschaft, die bewerten müssten, ob sich der Einstieg in eine Innovation lohne, sowie Journalistinnen und Journalisten, die für Recherchen schnell und fundiert in Themen einsteigen müssten, erklärt Daxenberger. Zur Validierung bereiten die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler derzeit auch den Einsatz für deutschsprachige Texte vor. Auch eine Echtzeitsuche über die ständig wachsende Zahl von Texten im Internet wird dann möglich sein. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten darauf hin, dass die Argumente später den Nutzerinnen und Nutzern aggregiert, also nach Themen geordnet, präsentiert werden.

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