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cid Groß-Gerau - Nervt: Das Warten auf das verfügbare Netz. Pexels / Pixabay

Auf der Jagd nach dem Funkloch

Funklöcher nerven. Leider gibt es in Deutschland noch viel zu viele davon. Doch die deutschen Bürger können ab jetzt auf Funkloch-Jagd gehen: Möglich macht es eine neue App der Bundesnetzagentur. Die hat ihre bestehende App zur Breitbandmessung so erweitert, dass Bürger Lücken in der Mobilfunkabdeckung melden können - ganz einfach und unbürokratisch.


Funklöcher nerven. Leider gibt es in Deutschland noch viel zu viele davon. Doch die deutschen Bürger können ab jetzt auf Funkloch-Jagd gehen: Möglich macht es eine neue App der Bundesnetzagentur. Die hat ihre bestehende App zur Breitbandmessung so erweitert, dass Bürger Lücken in der Mobilfunkabdeckung melden können - ganz einfach und unbürokratisch. Das Update steht für Android und iOS im Google Play Store und Apple App Store zum kostenlosen Download zur Verfügung.

"Die App speichert den Standort - und überträgt die Daten, sobald das Handy wieder Internet hat. Auf Grundlage dieser Informationen werden wir mit den Mobilfunk-Anbietern darüber sprechen, wo die Netze noch weiter verbessert werden müssen", sagte Andreas Scheuer, Bundesminister Verkehr und für digitale Infrastruktur. Er betonte: "Der Zustand, den wir jetzt haben, ist für eine Wirtschaftsnation untragbar. Wir brauchen eine flächendeckende Mobilfunkversorgung in Deutschland."

2019 werden die Ergebnisse in einer Karte öffentlich zugänglich gemacht. Dafür müssen möglichst viele Daten vorliegen, um einen großen Bereich abdecken zu können. Die Bundesnetzagentur hofft, dass die Nutzerinnen und Nutzer auch von der Netzverfügbarkeitserfassung regen Gebrauch machen.

Wie funktioniert die App? Mit einem Klick auf die Schaltfläche "Netzverfügbarkeit erfassen" startet der Nutzer die Abfrage. Ab diesem Zeitpunkt erfasst die App in regelmäßigen Abständen von maximal 50 Metern, ob eine Netzabdeckung vorhanden ist - und ob sie durch 2G-, 3G- oder 4G-Technologie gegeben ist. Die erfasste Wegstrecke wird dem Nutzer auf einer Karte dargestellt. Wenn der Nutzer die Erfassung stoppt, werden die Daten unter Angabe von Ort, Zeit und Mobilfunkanbieter an einen zentralen Server übermittelt.

Sollte es ein Funkloch geben, erfolgt die Übertragung, nachdem wieder eine Verbindung zum Internet besteht. Sobald genügend Daten vorliegen, wird die Bundesnetzagentur sie in einer detaillierten Karte zusammenfassen und veröffentlichen. Zudem soll im Jahrestakt ein Monitoring-Bericht zur Netzabdeckung vorgelegt werden.

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