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Rollladenantriebe und andere elektronische Helfer machen den Alltag in den eigenen vier Wänden gerade für Ältere einfacher. Foto: somfy

Smart Home: Unterstützung im Alter und bei Handicap

Für viele gilt das Smart Home noch als Spielerei, die zwar durchaus ganz nett und witzig, deren Nutzen jedoch überschaubar ist.

Für viele gilt das Smart Home noch als Spielerei, die zwar durchaus ganz nett und witzig, deren Nutzen jedoch überschaubar ist. Dabei ist ein "intelligentes" Haus weit mehr und kann dazu beitragen, das Leben entscheidend zu erleichtern. Das gilt besonders für Menschen, die sich in ihrem Heim nur eingeschränkt bewegen können wie beispielsweise Senioren oder Menschen mit Behinderung.

Mitunter kann, auch durch die Werbung, der Eindruck entstehen, ein Smart Home sei gleichbedeutend mit einem Sprachassistenten, der auf Zuruf das eigene Lieblingslied abspielt, eine Serie startet, einem das Kochrezept durchgibt, die Einkaufsliste verwaltet und überforderten Vätern, die den Tag über alleine Kinder versorgen und den Haushalt schmeißen müssen, zu helfen, nicht den Überblick zu verlieren. Zweifelsohne sind das alles Fähigkeiten, die ins Repertoire eines Smart Homes gehören, aber natürlich sind das nicht alle Möglichkeiten, die es einem bietet. Ein "intelligentes" Zuhause ist weit mehr als nur eine nette Spielerei, die man seinem Freundeskreis bei einem gemütlichen Abend vorführt.

Die Vorteile eines Smart Homes

Zu den Vorteilen eines Smart Homes gehört, neben dem gestiegenen Komfort, auch die Möglichkeit, den eigenen Energieverbrauch zu verwalten und zu reduzieren sowie die erhöhte Sicherheit in den eigenen vier Wänden, sei es durch verbesserten Einbruchschutz oder durch, dass das Haus einen selbst vor Gefahren warnt wie z.B. einer nicht ausgestellten Herdplatte oder eine offen gelassene Terrassentür. Auch steigert es die Sicherheit von kleinen Kindern im Haushalt, in dem es Unfallgefahren vermindert bzw. ganz verhindert. Ebenso kommt ein Smart Home Bevölkerungsgruppen zugute, die sich nicht oder nicht mehr selbstverständlich und uneingeschränkt in ihrem Haus oder ihrer Wohnung bewegen können, wie Senioren oder Menschen mit Behinderung.

Smart Home: Eine Hilfe für Senioren und Menschen mit Behinderung

Was für viele keine große Mühe darstellt, kann für einige Menschen zu einem großen Problem werden: das Öffnen von Fenstern, das Ein- und Ausschalten von Licht und verschiedenen Haushaltsgeräten oder das Sauberhalten des Hauses. Hier können die neuen Technologien für mehr Komfort sorgen und den Alltag erleichtern. Sensoren schalten automatisch das Licht an, sobald eine Person den Raum oder den Flur betritt, Saugroboter halten den Boden sauber.

Auch Gefahrenquellen werden reduziert, wenn beispielsweise Hitzesensoren dafür sorgen, dass die eingeschaltete Herdplatte ausgeschaltet wird, hilfreich etwa bei Demenzpatienten. Ebenfalls nützlich sind hier Sensoren, die den Aufenthaltsort der Person anzeigen, ohne direkt vor Ort sein zu müssen. Sind diese im Boden eingelassen, können sie auch anzeigen, ob jemand gestürzt ist und schnell Hilfe braucht.

Auch das Badezimmer wird zu einem sicheren und komfortableren Ort: Toiletten passen ihre Höhe automatisch an, Badezimmerspiegel erinnern an die Medikamenteneinnahme und auch Duschroboter könnten eventuell bald Realität werden.

Was vielleicht am wichtigsten ist: Smart Homes reduzieren die Abhängigkeit von anderen Menschen und ermöglichen es, länger im eigenen Heim zu wohnen und nicht stattdessen in ein Heim ziehen zu müssen. Dennoch ist der Bereich noch ausbaufähig.

Den Überblick behalten im Smart-Home-Dschungel

Dabei ist es jedoch nicht so leicht, den Überblick über die Angebote und Möglichkeiten zu behalten, die die Smart-Home-Technologie inzwischen bietet. Besonders für Senioren, die nicht mit der digitalen Technik aufgewachsen sind, handelt es sich dabei häufig um Neuland und es fehlt ihnen an Unterstützung. Deshalb ist ein detaillierter und übersichtlicher Überblick über die Hausautomation, wie es ihn beispielsweise bei ELV gibt, wichtig, um das digitale Heim auf die eigenen Bedürfnisse ausrichten zu können.

Wer selbst nicht auf dem neusten Stand ist, sollte den richtigen Einstieg mit technikaffinen Kindern, Enkelkindern oder Bekannten angehen. So wird das Smart Home mehr als eine Spielerei.

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