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cid Groß-Gerau - Hacker machen sich in Industrieanlagen oft mangelhafte Abwehrmaßnahmen zunutze. Geralt / pixabay.com

Wehrlos gegen Hackerangriffe

Cyber-Attacken auf Unternehmen können die gesamte Weltwirtschaft beeinflussen. So stieg der Preis für Aluminium um ein Prozent, weil ein Hackerangriff auf den norwegischen Hersteller Norsk Hydro zu Produktionsausfällen geführt hatte. 'Viele Unternehmen sind derzeit weder auf Cyberangriffe noch auf Virenbefall ausreichend vorbereitet', warnen Experten.


Cyber-Attacken auf Unternehmen können die gesamte Weltwirtschaft beeinflussen. So stieg der Preis für Aluminium um ein Prozent, weil ein Hackerangriff im März 2019 auf den norwegischen Hersteller Norsk Hydro zu Produktionsausfällen geführt hatte. Das Problem: "Viele Unternehmen sind derzeit weder auf Cyberangriffe noch auf Virenbefall ausreichend vorbereitet", so Experten.

So gaben in der weltweiten TÜV Rheinland-Studie "Industrial Security 2019" zur Cybersicherheit von Produktionsanlagen 40 Prozent der 370 befragten Firmen an, die Risiken noch nie untersucht zu haben. Zudem hat nur jedes fünfte Unternehmen seine Maßnahmen für Cybersecurity speziell auf Industrieanlagen zugeschnitten.

Wesentlicher Angriffspunkt von Attacken ist laut der Studie die Operational Technology (OT). Das sind Computersysteme, die Anlagen, Motoren, Stromnetze und ganze Industrieanlagen steuern. Sicherheitslücken in solchen vernetzten Anlagen entstehen besonders dann, wenn ältere, analoge Maschinen und Geräte ebenfalls vernetzt und mit dem Internet verbunden werden. Die Einschätzung von Wolfgang Kiener, Head of Advanced Threat Center of Excellence beim TÜV Rheinland: "Die Bedrohungen nehmen zu und die Wahrscheinlichkeit, gehackt zu werden, steigt."

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