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cid Groß-Gerau - Neue EU-Verordnung: Wer von seinem Heimatland aus in ein anderes EU-Land telefoniert, zahlt ab sofort maximal 19 Cent pro Gesprächsminute. Die Regulierung gilt für Festnetz und Handy. Firmbee / pixabay.com

Die Kostenfallen bei Auslandstelefonaten

Telefongespräche vom Heimatland in ein EU-Land konnten mitunter schnell zur Kostenfalle werden. Das hat viele EU-Bürger verunsichert. Um dem einen Riegel vorzuschieben, gilt ab sofort eine neue EU-Verordnung.


Telefongespräche vom Heimatland in ein EU-Land konnten mitunter schnell zur Kostenfalle werden. Das hat viele EU-Bürger verunsichert. Um dem einen Riegel vorzuschieben, gilt ab sofort eine neue EU-Verordnung.

"Verbraucher, die von ihrem Land aus in ein anderes EU-Land telefonieren, zahlen nun maximal 19 Cent pro Gesprächsminute und 6 Cent pro SMS, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Regulierung gilt fürs Festnetz und Handy", erklärt Alexander Kuch vom Onlineportal teltarif.de.

Dass die neue EU-Verordnung in Kraft getreten ist, haben offenbar nicht alle Provider realisiert. Denn teilweise wurden die Preise erst im Laufe des 15. Mai 2019 an die neue Bestimmung angepasst. Zudem existieren bei diversen Anbietern noch Preislisten, die die neue Obergrenze für Auslandstelefonate in EU-Länder nicht berücksichtigen.

Einige Provider nehmen in den Preislisten für Auslandstelefonate trotz identischer Leistung eine klare Unterscheidung zwischen Privat- und Geschäftskunden vor. Für Erstere entsprechen die Kosten dort nun exakt dem von der EU erlaubten Maximalpreis. Geschäftskunden, die von der Preisregulierung ausgenommen sind, können eine höhere Rechnung erhalten, wenn sie von Deutschland aus Geschäftspartner in EU-Ländern anrufen wollen.

"Wer über einen Geschäftskundentarif verfügt, sollte daher vorsichtig sein und im Zweifelsfall lieber prüfen, welche Preise sein Anbieter für Auslandsgespräche berechnet", sagt Kuch. Nach wie vor nutzen Verbraucher mit einem Festnetzanschluss der Telekom Call by Call (CbC), um günstig ins Ausland zu telefonieren. Würden die CbC-Anbieter ihre Preise nicht entsprechend der Regulierung anpassen, könnte ein per CbC geführtes Telefonat teurer sein als der von der EU regulierte Preis.

Damit dies nicht passiert, gelten laut Bundesnetzagentur die Vorschriften auch für CbC-Anbieter. Das scheint aber noch nicht überall angekommen zu sein. Denn einige Anbieter haben die Preisdeckelung bisher nicht vorgenommen. Kuch empfiehlt: "Nutzer sollten auf das Gesprächsziel achten und beim Anruf genau auf die verpflichtende Tarifansage hören. Entspricht der Preis nicht den EU-Vorgaben, sollte das Telefonat sofort beendet werden, um eine böse Überraschung in Form einer hohen Rechnung zu vermeiden."

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