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wid Groß-Gerau - Immer mehr Deutsche leben dauerhaft auf einem Campingplatz. antranias / pixabay.com

Spielregeln für Camper

Camping ist für viele Menschen ein Urlaubsvergnügen. Doch immer mehr Deutsche leben dauerhaft auf einem Campingplatz. Aber darf man das einfach so? Die ARAG-Experten klären auf.


Camping ist für viele Menschen ein Urlaubsvergnügen. Doch immer mehr Deutsche leben dauerhaft auf einem Campingplatz. Aber darf man das einfach so? Die ARAG-Experten klären auf.

Grundsätzlich ist die Lage des Campingplatzes ausschlaggebend für dauerhaftes Wohnen. Liegt der Campingplatz beispielsweise in einem Gebiet, das im Bebauungsplan als Wohn- oder Mischgebiet ausgewiesen ist, darf dort per gesetzlicher Definition auch gewohnt werden. Vorausgesetzt natürlich, dass die Unterkunft die jeweils geltenden Vorschriften des Bauordnungsrechts beziehungsweise der Camping- und Wochenendplatzverordnung einhält.

Liegt der Platz aber in "Sondergebieten, die der Erholung dienen" (Paragraph 10 Baunutzungsverordnung), ist dauerhaftes Wohnen in der Regel nicht erlaubt. Nach Einschätzung der ARAG-Experten dulden jedoch viele Kommunen das illegale Dauerwohnen.

Je nach Größe und Lage und Infrastruktur des Campingplatzes variieren die Kosten für eine Parzelle enorm. Neben einer Grundpacht können Pro-Kopf-Kosten, Kosten für Wasser, Strom, WLAN, Abwasser und Gas anfallen. So können jährlich 1.500 Euro zusammenkommen. Verglichen mit einer Wohnungsmiete ist das jedoch wenig.

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