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cid Groß-Gerau - Viele Deutsche stehen dem Smart Home skeptisch gegenüber. Pixabay / Pixaline

Skepsis vor Smart Homes mit künstlicher Intelligenz

Würden Sie in ein Smart Home mit künstlicher Intelligenz ziehen? Es würde bedeuten, dass Lebensgewohnheiten wie zum Beispiel Heizen, Anwesenheit oder Lebensmittelkonsum mit Hilfe intelligenter Algorithmen analysiert werden. Das Smart Home optimiert dann den Energieverbrauch oder übernimmt automatisch den Einkauf.


Würden Sie in ein Smart Home mit künstlicher Intelligenz ziehen? Es würde bedeuten, dass Lebensgewohnheiten wie zum Beispiel Heizen, Anwesenheit oder Lebensmittelkonsum mit Hilfe intelligenter Algorithmen analysiert werden. Das Smart Home optimiert dann den Energieverbrauch oder übernimmt automatisch den Einkauf. Eher nein lautet die Antwort im Rahmen einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos unter 1.000 Personen im Auftrag des TÜV-Verbands (VdTÜV).

Demnach würde nur jeder dritte Bundesbürger (35 Prozent) in ein Smart Home mit künstlicher Intelligenz ziehen. Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent kann sich das nicht vorstellen und acht Prozent sind unentschlossen. "Die Menschen wollen, dass ihre Privatsphäre auch im Smart Home gewahrt bleibt", sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.

Wichtigster Grund für die Zurückhaltung ist laut Umfrage die Angst, dass künstliche Intelligenz Entscheidungen trifft, die die Befragten nicht gut finden: Fast jeder zweite Skeptiker (48 Prozent) stimmt dieser Aussage zu. 47 Prozent haben Sorge vor einer unrechtmäßigen Verwendung ihrer persönlichen Daten und 44 Prozent, dass sie sich zu stark von digitaler Technik abhängig machen. Jeder dritte Befragte hat Angst vor Hacker-Angriffen (34 Prozent). Bühler: "Die Sorge vor Datenmissbrauch und Hacker-Angriffen stehen einer breiten Nutzung intelligenter Haustechnik noch im Wege. Damit die eigenen vier Wände zum Smart Home werden, brauchen wir klare gesetzliche Regeln für Datensicherheit und künstliche Intelligenz."

Nach den Ergebnissen der Umfrage stehen 61 Prozent der Befragten einer Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz im Smart Home grundsätzlich positiv gegenüber. 27 Prozent sehen das negativ und zwölf Prozent machen zu dieser Frage keine Angabe. "Die Umfrage zeigt auch die Ambivalenz vieler Menschen bei der Nutzung der Technologie", so Bühler. "Die Menschen wollen von den Vorteilen künstlicher Intelligenz profitieren, fürchten aber Eingriffe in ihre Privatsphäre und eine zu starke Abhängigkeit von der Technologie."

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