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@ Alexas_Fotos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Was ist das Geld noch wert

Seit Jahren liegt der Leitzins der EZB bei 0 Prozent. Günstige Kredite sollen der positive Effekt sein, der sich auf die Wirtschaft und Gesellschaft überträgt. So war vor vielen Jahren der Leitgedanke der Europäischen Zentralbank.

Dass es dabei aber auch darum ging, Staaten wie Italien und Frankreich vor dem Bankrott zu bewahren, wurde erst später bekannt.
Mittlerweile spüren wir alle den Teufelskreislauf, der sich aus der 0 % Zinspolitik ergibt. Unser Leben wird dadurch vielfältig beeinträchtig. Doch es ist gar nicht einmal so einfach, diese Politik zu beenden. Viele EU-Staaten hängen an dem billigen Geld. Eine Anhebung des Leitzinses könnte ähnliche Zustände wie einst in Griechenland herbeiführen.

Sparen macht keinen Sinn mehr

Vor einigen Jahren war es noch ganz normal, dass Banken überschüssiges Geld über Nacht als Buchwert bei der EZB lagerten. Dafür bekamen sie Zinsen. Mit diesen Zinsen finanzierten sie einen Großteil ihres Geschäftes. Heute hingegen müssen für die Übernacht-Einlagerung Strafzinsen bezahlt werden. Mittlerweile liegen diese bei 0,5 Prozent. Die Banken müssen sich also immer verstärkter über andere Wege finanzieren. Der Kunde bezahlt letztendlich die Zeche.

Sparen war für uns Deutsche immer ein hohes Gut. Doch seit Jahren ist das fast unmöglich. Es gibt einfach keine Zinsen mehr. Manchmal verlocken kurzzeitige Angebote mit tollen Renditen. Bei einem Blick auf das Kleingedruckte zeigt sich jedoch, dass es viele Zusatzbedingungen gibt, die meistens gar nicht erfüllt werden können.

Kredite, aber auch Glückspiel wird daher immer beliebter. Das Online Casino Deutschland oder die Lotterie am Samstag sind heute beliebte Wege, um Geld auszugeben. Manchmal lohnt es sich. Das Leben auf Pump ist wieder In. Eine andere Alternative gibt es ja auch kaum. Sparer bekommen heute so gut wie keine Zinsen mehr. Und selbst wenn, werden diese durch die Inflation und Bankgebühren aufgefressen.

Wie viel ist unser Geld noch Wert? Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Doch wir spüren tagtäglich den Verlust. Vor allem durch immer höhere Gebühren beim Ausgeben. Die Europäische Zentralbank hat erst vor kurzem klargemacht, dass der Leitzins nicht erhöht wird. Der Sparer ist damit im Zins-Würgegriff und muss bei einigen Kreditinstituten sogar mit Minuszinsen rechnen.

Digitales Geld eine große Gefahr

Früher hatten Politiker davor gewarnt, Geld zu Hause aufzubewahren. Es würde an Wert (da keine Zinsen) verlieren. Heute ist das Bild ein ganz anderes. Immer mehr Banken weichen von der kostenlosen oder günstigen Kontoführung ab. Stattdessen werden neue Gebühren verhängt und die Tarife an den Geldautomaten angehoben. Wir spüren das alle.

Das Bargeld soll verschwinden. Die Möglichkeiten dazu werden bereits geschaffen. Für den Staat ist das eine Möglichkeit, der perfekten Kontrolle. Für den Bürger hingegen kann das komfortable Geldhandling zu einer Falle werden. In Deutschland gibt es über 2.000 Privatbanken. Der Bedarf bei einer vollständigen Digitalisierung würde wegfallen. Der Kunde wäre dem Geldinstitut mehr denn je ausgeliefert. Ein Bitcoin Modell wäre unwahrscheinlich, da nicht zum Wohl des Staates. In Griechenland haben wir zudem damals gesehen, dass der Staat einfach in nur wenigen Stunden, den Kapitalfluss ins Ausland unterbrechen kann. Bei rein digitalen Währungen wäre das noch viel einfacher als heute. Denn eines ist auch klar: Fällt das Bargeld weg, würden die digitalen Währungen (zumindest die legalen) rein unter staatlicher Kontrolle stehen.

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