img
wid Groß-Gerau - Rund elf Tonnen Lebensmittel werden weggeworfen. JerzyGorecki/Pixabay

Lebensmittelverschwendung: Es gibt Alternativen

Eine aktuelle Studie alarmiert: 61 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel stammen aus Privathaushalten, insgesamt sind es fast elf Millionen Tonnen, die von Industrie, Handel und Verbrauchern entsorgt werden. Dabei gibt es ganz neue Wege beim Einkauf oder der Beschaffung von Lebensmitteln. Experten nennen Alternativen.


Eine aktuelle Studie alarmiert: 61 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel stammen aus Privathaushalten, insgesamt sind es fast elf Millionen Tonnen, die von Industrie, Handel und Verbrauchern entsorgt werden. Dabei gibt es ganz neue Wege beim Einkauf oder der Beschaffung von Lebensmitteln. Experten des Versicherers ARAG nennen Alternativen.

Nachernte: Wenn es kein Problem ist, dass Kartoffeln zu klein oder die Gurken krumm sind, kann man den Landwirt fragen, ob man sich an den übrig gebliebenen Lebensmitteln bedienen darf. Einige Bauern laden sogar aktiv zur Nachernte auf ihren Feldern ein.

Beste-Reste-App: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat eine App entwickelt, mit der man aus den Resten aus dem Kühlschrank eine Mahlzeit zaubern kann. Knapp 700 Reste-Rezepte sind in der Datenbank enthalten.

Too Good To Go: Eine App vom gleichnamigen Berliner Startup-Unternehmen. Verbraucher können so für wenig Geld übrig gebliebene Waren von Restaurants, Hotels, Bäckereien oder Supermärkten bestellen.

Selber Lebensmittel retten: Hier holen Verbraucher regelmäßig Lebensmittel, die entsorgt werden müssten, bei Supermärkten oder auf Großmärkten ab. Dann kann man sie entweder behalten und verbrauchen oder an gemeinnützige Organisationen, in der Nachbarschaft oder über Facebook auch an unbekannte Interessierte geben.

Mindesthaltbarkeitsdatum versus Verbrauchsdatum: Eine bei Verbrauchern beliebte Verwechslung sind Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und Verbrauchsdatum. MHD bedeutet, bis zu welchem Tag das Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine Eigenschaften wie Geruch oder Geschmack behält. In den meisten Fällen ist es aber noch sehr viel länger genießbar.

Foodbox: Man sucht sich aus dem Angebot das Lieblingsrezept aus, das man demnächst zubereiten möchten. Man bekommt dann alle Zutaten per Paketdienst nach Hause geliefert. Die Vorteile: Man erhält nur genau die Waren, die man benötigt. Nachteile: Es fällt beim Versenden möglicherweise Verpackungsmaterial an.

STARTSEITE