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mp Groß-Gerau - Auch ein Rollator zählt zur Liste der medizinischen Hilfsmittel. uschi dreiucker / pixelio. de

Der beste Weg zum Hilfsmittel

Medizinische Hilfsmittel für den Alltag sind extrem nützlich - aber auch teuer. Wer zahlt dafür - und wie können Betroffene die für sich maximal mögliche Unterstützung ausloten?


Medizinische Hilfsmittel für den Alltag sind extrem nützlich - aber auch teuer. Wer zahlt dafür - und wie können Betroffene die für sich maximal mögliche Unterstützung ausloten?

Das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen umfasst mehr als 32.000 Produkte von der Aufstehhilfe über den Duschhocker bis hin zum Rollator. Doch was ist sinnvoll? Entscheidend ist eine gute Planung und eine gute Beratung, so das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber", das Michaela Heyne, Pflegefachfrau und Wohnberaterin beim Sozialverband VdK Bayern, zitiert: "Fragen Sie sich: Wofür brauche ist das? Was will ich damit erreichen? Kann ich es überhaupt nutzen?"

Meist brauchen Kassen-Versicherte für Hilfsmittel ein Rezept. VdK Bayern-Juristin Claudia Spiegel empfiehlt, sich eingehend mit dem Arzt zu besprechen. Je mehr die Verordnung erkennen lasse, dass sie auf den Patienten zugeschnitten ist, desto besser seien die Chancen, dass die Kasse ja sage.

Wie hoch der bürokratische Aufwand ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. So reicht für Kompressionsstrümpfe oder Inkontinenzartikel ein einfaches Rezept. Bei einem größeren Problem, etwa nach einem Schlaganfall, können mehrere Seiten Anlage nötig werden. Die Faustregel lautet: Für die Basisausstattung sorgt die Kasse, für Extras muss man meist in die eigene Tasche greifen.

Mit einem ablehnenden Bescheid sollte man sich laut der Juristin nicht einfach abfinden. Ein Widerspruch sei aussichtsreich. Die Expertin schätzt, dass etwa jeder dritte zum Erfolg führt.

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