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cid Groß-Gerau - Der Aufbau des 5G-Netzes bringt laut Experten auch Gefahren mit sich. Diermaier / pixabay.com

5G-Probleme: Wasserdampf statt Wettervorhersage

In Deutschland freuen sich viele Nutzer bereits auf den Aufbau der 5G-Netze. Denn das ermöglicht allen deutschen Haushalten ein schnelles und zuverlässiges Internet. So weit, so gut. Was die wenigsten aber wissen dürften. Die 5G-Technologie könnte sich negativ auf Wettervorhersagen auswirken.


In Deutschland freuen sich viele Nutzer bereits auf den Aufbau der 5G-Netze. Denn das ermöglicht allen deutschen Haushalten ein schnelles und zuverlässiges Internet. So weit, so gut. Was die wenigsten aber wissen dürften. Die 5G-Technologie könnte sich negativ auf Wettervorhersagen auswirken. Das liegt an Wettersatelliten, die meist passive Sensortechniken verwenden, um sehr schwache, natürliche Strahlung zu messen, die die Erde abgibt, berichtet die Tageszeitung Offenbach Post in ihrer Online-Ausgabe.

In der Praxis bedeutet das: Auf einer Frequenz von 23,8 Gigahertz gibt beispielsweise Wasserdampf ein schwaches Signal ab, das die Wettersatelliten empfangen und womit sie die Luftfeuchtigkeit bestimmen. Diese Werte werden unter anderem für Wettervorhersagen genutzt, aber auch für die Vorhersage von Stürmen, von Hurrikan-Stärken oder die Prognose, wie sich ein Sturm* weiterentwickelt.

Übertragen 5G-Stationen nun allerdings Signale in der Nähe dieser Frequenz, könnten diese Signale von Wettersatelliten empfangen und als Wasserdampf fehlinterpretiert werden. Die Folge: fehlerhafte Wettervorhersagen.

Störungen durch 5G-Netze könnten künftige Wettervorhersagen um bis zu 30 Prozent verschlechtern und damit auf das Niveau von 1980 zurückwerfen, warnt beispielsweise Neil Jacobs, Chef der US-Wetterbehörde NOAA.

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