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mp Groß-Gerau - Wer immer schlechter hört, sollte schnell zum HNO-Arzt gehen. Rainer Sturm / pixelio.de

Hörgeräte: Je früher, desto besser

Möglichst lange mit dem Arztbesuch warten, wenn das Gehör nachlässt? Das ist definitiv der falsche Weg. Denn je früher sich Betroffene in Behandlung begeben und ein Hörgerät verschreiben lassen, um so länger lässt sich das Hörvermögen erhalten.


Möglichst lange mit dem Arztbesuch warten, wenn das Gehör nachlässt? Das ist definitiv der falsche Weg. Denn je früher sich Betroffene in Behandlung begeben und ein Hörgerät verschreiben lassen, um so länger lässt sich das Hörvermögen erhalten.

Der medizinische Hintergrund: Werden die Hör-Nervenzellen im Gehirn nicht mehr genügend gereizt, beeinflusst das auf Dauer auch die Verarbeitung der Reize. Die Folge: Die Gewöhnung ans Hörgerät dauert länger. "Selbst wenn der Betroffene dann ein Hörgerät bekommt, kann er zwar wieder die Lautstärke wahrnehmen, doch das Sprachverstehen hat meist gelitten", sagt Dr. Michael Deeg vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

Das wiederum hat zur Folge, dass Betroffene Geräusche mit einem Hörgerät als besonders laut empfinden und es ungern und selten tragen - was die Negativspirale intensiviert. Wird der kleine Helfer hinterm oder im Ohr dagegen frühzeitig und regelmäßig getragen, kann die Sprachverständlichkeit zu fast 100 Prozent erhalten werden oder sich langsam wieder bessern. "Idealerweise sollte man es den ganzen Tag tragen", betont Deeg. Aber schon eine tägliche Nutzung von sechs Stunden zeige positive Effekte.

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