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mid Groß-Gerau - Die Wohnung steckt für Kleinkinder voller Gefahren. Wort & Bild Verlag / istock_Halfpoint

So wird die Wohnung "kindersicher"

Was für Erwachsene völlig selbstverständlich ist, steckt für Babys und Kleinkinder oft voller Gefahren. Kinder bis fünf Jahre verletzen sich am häufigsten daheim. Deshalb sollten die Eltern alles dransetzen, um die Risiken zu minimieren. Ein Trick kann dabei helfen - der Perspektiv-Wechsel.


Was für Erwachsene völlig selbstverständlich ist, steckt für Babys und Kleinkinder oft voller Gefahren. Kinder bis fünf Jahre verletzen sich am häufigsten daheim. Deshalb sollten die Eltern alles dransetzen, um die Risiken zu minimieren. Ein Trick kann dabei helfen - der Perspektiv-Wechsel.

"Wir raten Eltern dazu, die kindliche Perspektive einzunehmen", sagt Andreas Kalbitz, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder", im Apothekenmagazin "Baby und Familie". Dazu sollte man sich auf den Boden zu begeben und die Welt aus der Höhe des Kindes zu betrachten: Wo sind scharfe Kanten in Kopfhöhe des Kleinen? Welche Möbel laden zum Klettern ein? Der Hintergrund: Erst ab vier Jahren entwickeln Kinder überhaupt ein Bewusstsein für gefährliche Situationen, Verhaltensweisen oder Gegenstände.

Stürze stellen laut des Experten das mit Abstand verbreitetste Unfallrisiko dar. Ob vom Wickeltisch, aus dem Hochbett oder noch dramatischer vom Balkon oder aus dem Fenster. Kalbitz: "Immer darauf achten, dass keine Steighilfen bestehen, etwa ein leicht zu erklimmendes Balkongeländer, ein Regal oder ein Stuhl unter dem Fenster." An Balkontüren und Fenstern kann man abschließbare Griffe anbringen, vor Treppen gehört ein Schutzgitter. Am Wickeltisch gilt: Immer eine Hand am Kind, keine Sekunde loslassen! Und: Hochbetten eignen sich erst für Kinder ab fünf oder sechs Jahren, vorher sind sie zu gefährlich.

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