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mp Groß-Gerau - Auch der Griff zum rezeptfreien Schmerzmittel sollte genau überlegt sein. Rainer Sturm / pixelio.de

Schmerzmittel: Rezeptfrei - aber nicht harmlos

Rezeptfreie Schmerzmittel helfen meist zuverlässig - zumindest, wenn man sie richtig einnimmt und dosiert. Doch: 'Rezeptfrei heißt nicht harmlos. Fragen Sie Ihren Apotheker, was Sie beachten sollten', so Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.


Rezeptfreie Schmerzmittel helfen meist zuverlässig - zumindest, wenn man sie richtig einnimmt und dosiert. Doch: "Rezeptfrei heißt nicht harmlos. Fragen Sie Ihren Apotheker, was Sie beachten sollten", so Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Rezeptfrei gibt es in Apotheken Schmerzmittel mit den Inhaltsstoffen Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und Paracetamol. Dabei sind die Einzel- und Tageshöchstdosen je nach Wirkstoff unterschiedlich.

Benkert warnt: "Kopfschmerzmittel sind nicht so harmlos, wie es in der Werbung immer wieder dargestellt wird." Die Präparate sollten ohne ärztlichen Rat nicht häufiger als zehn Mal pro Monat und nicht länger als drei Tage in Folge geschluckt werden. Bei übermäßiger oder langfristiger Einnahme können sie Dauerkopfschmerz, Leber- oder Nierenschädigungen verursachen.

Die ständige Einnahme dieser Medikamente kann schon nach vier Wochen, oft aber erst nach Jahren zum Dauerkopfschmerz führen. Wichtiger als die Zusammensetzung der Präparate ist dabei aber die Häufigkeit ihrer Einnahme und ihre Dosierung.

Viele Menschen nehmen täglich ASS in geringen Dosierungen ein, um die Blutgerinnung zu hemmen. Wichtig: Wer sporadisch zusätzlich Ibuprofen gegen Schmerzen einnimmt, sollte auf einen zeitlichen Abstand achten: ASS ist entweder eine halbe Stunde vor oder acht Stunden nach dem Ibuprofen dran. Der Grund: Bei einer gleichzeitigen Einnahme kann Ibuprofen die Wirkung von ASS hemmen.

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