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mp Groß-Gerau - Bei hartnäckigen Husten-Attacken sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. pixabay.com

Darum ist Keuchhusten so gefährlich

Keuchhusten galt lange als klassische Kinderkrankheit. Seit einigen Jahren aber verlagert er sich immer mehr ins Jugendlichen- und Erwachsenenalter. Deshalb reicht es heute nicht mehr, nur Babys dagegen zu impfen: Auch Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene benötigen Schutz gegen Keuchhusten, betont die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme.


Keuchhusten galt lange als klassische Kinderkrankheit. Seit einigen Jahren aber verlagert er sich immer mehr ins Jugendlichen- und Erwachsenenalter. Deshalb reicht es heute nicht mehr, nur Babys dagegen zu impfen: Auch Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene benötigen Schutz gegen Keuchhusten, betont die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme.

Die Impfung gegen Keuchhusten gehört bereits seit 1993 wieder zu den öffentlich empfohlenen Impfungen für alle Säuglinge und Kleinkinder. Die Impfung wird auch gut angenommen: Laut Robert-Koch-Institut waren im Jahre 2018 rund 93 Prozent der Schulanfänger gegen Keuchhusten geimpft.

"Trotzdem war Keuchhusten 2018 mit 12.907 gemeldeten Fällen die insgesamt siebthäufigste gemeldete Infektionskrankheit", sagt Prof. Dr. Johannes Liese, Professor für Pädiatrische Infektiologie und Immunologie an der Universitäts-Kinderklinik Würzburg und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Kindergesundheit: "Keuchhusten tritt damit in Deutschland mindestens 25-mal häufiger auf als Masern."

Zu den Komplikationen des Keuchhustens gehören zusätzliche Infektionen wie eine Lungenentzündung oder Mittelohrentzündungen, berichtet Professor Johannes Liese: "Zum Glück sind Todesfälle durch Keuchhusten in Deutschland auch im internationalen Vergleich sehr selten. So wurden seit 2013 lediglich ein Todesfall bei einem 84-jährigen Mann und drei Todesfälle bei Säuglingen übermittelt."

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