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mp Groß-Gerau - Der Weg zur Alkohol-Abhängigkeit ist fließend - deshalb sollten immer wieder abstinente Phasen eingelegt werden. jarmoluk / pixabay.com

Alkoholverzicht hilft der Leber

Wer Alkohol zu sich nimmt, sollte mindestens zwei Null-Promille-Tage pro Woche einlegen, damit es nicht zu einer Gewöhnung oder Abhängigkeit kommt. An den übrigen Tagen sollten unbedingt die Grenzwerte für risikoarmen Alkoholkonsum eingehalten werden. Und die liegen deutlich niedriger als viele denken.


Wer Alkohol zu sich nimmt, sollte mindestens zwei Null-Promille-Tage pro Woche einlegen, damit es nicht zu einer Gewöhnung oder Abhängigkeit kommt. An den übrigen Tagen sollten unbedingt die Grenzwerte für risikoarmen Alkoholkonsum eingehalten werden. Und die liegen deutlich niedriger als viele denken.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) erinnert zum Deutschen Lebertag am 20. November daran, dass hoher Alkoholkonsum die Leber schwer schädigen kann. Was hilft: Regelmäßig einige Wochen oder gänzlich alkoholfrei zu bleiben, also ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol.

Laut BzgA-Chefin Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss kann dauerhafter und überhöhter Alkoholkonsum gravierende Veränderungen der Leberfunktion hervorrufen. Mögliche Folgen sind eine Fettleber sowie Entzündungen, die in schweren Fällen eine Leberzirrhose auslösen können. Thaiss: "Hierbei wird das normale Lebergewebe zerstört und es entsteht eine Vernarbung und Schrumpfung der Leber, die schließlich tödlich enden kann."

Ein mehrwöchiger Alkohol-Verzicht ist nicht nur heilsam, er zeigt auch, ob es einem leicht oder schwer fällt, ohne Promille auszukommen. Laut BzgA sind diese Erfahrungen wichtig, weil sich eine Alkoholabhängigkeit schleichend entwickeln kann und die Abstinenz immer schwerer fällt.

Apropos Grenzwerte für risikoarmen Alkoholkonsum: Das sind für Frauen nicht mehr als ein kleines Glas Bier (0,3 Liter) oder Wein (0,125 Liter) pro Tag und für Männer höchstens die doppelte Menge.

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