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cid Groß-Gerau - Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt unweigerlich Spuren. Nutzer können aber zum Teil steuern, wie groß diese Spuren sind. pompi / Pixabay.com / CC0

Gewusst wie: Weniger Transparenz im Internet

Ganz spurlos können sich Nutzer im Internet nicht bewegen, soviel ist klar. Andererseits ist es aber auch nicht nötig, einen ganzen Schilderwald mit persönlichen Informationen zu hinterlassen. Sich im Worldwide Web einigermaßen bedeckt zu halten, ist nicht schwer.


Ganz spurlos können sich Nutzer im Internet nicht bewegen, soviel ist klar. Andererseits ist es aber auch nicht nötig, einen ganzen Schilderwald mit persönlichen Informationen zu hinterlassen. Sich im Worldwide Web einigermaßen bedeckt zu halten, ist nicht schwer.

Ein erster Schritt zu mehr Privatsphäre im Netz besteht darin, die genutzten Suchmaschinen mit Bedacht auszuwählen. Zwar spucken oft die bekanntesten Anbieter die meisten Ergebnisse aus, dafür werden aber in vielen Fällen die Suchanfragen gespeichert. Darauf weist Nico Bödeker vom Suchmaschinenanbieter Qwant hin. Einerseits hilft das zwar der Suchmaschine, personalisierte Ergebnisse zu liefern, andererseits werden diese Vorlieben auch häufig zu Werbezwecken zweckentfremdet.

Der Haus-Browser der Nutzer hat viele Einstell-Möglichkeiten, die diese zwar nicht alle im Detail kennen und verstehen müssen, gleichzeitig ist es aber ratsam, die wichtigsten Optionen zumindest einmal gehört zu haben. Optionen wie die sogenannte "Tracking Protection" helfen dabei, Suchanfragen oder besuchte Websites privat zu halten. Insbesondere in der Rubrik "Privatsphäre" lassen sich leicht einige Haken setzen beziehungsweise entfernen, die das Teilen der eigenen Daten einschränkt.

Fast jede App erfragt bei der Installation auf Smartphone oder Tablet Berechtigungen wie den Zugriff auf Standort- oder Kontakt-Daten. Solche Informationen werden nicht selten mit den jeweiligen Servern ausgetauscht. Vordergründig natürlich, um die angebotenen Dienste zu verbessern - aber bei kaum oder gar nicht mehr genutzten Apps können sich Nutzer vertrauensvoll an den "Deinstallieren"-Button wenden, um solche "Datenlecks" zu stopfen.

Etliche intime Informationen sammeln sich im E-Mail-Postfach. Da ist es wichtig, höchstes Vertrauen in den jeweiligen E-Mail-Provider zu haben. Viele Nutzer haben schon über Jahrzehnte hinweg die gleiche Adresse, an die sämtliche Informationen wie Gewinnspiel-Teilnahmen, Online-Bestellungen oder Newsletter gebunden sind. Je vielseitiger die E-Mail-Adresse verwendet wird, desto anfälliger ist sie für Spam oder Phishing-Versuche. Diese Tipps schaffen eine Grundlage für eine bessere Privatsphäre im Netz, aber da ein hundertprozentiger Schutz nicht möglich ist, sollten Nutzer immer bedächtig vorgehen.

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