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cid Groß-Gerau - Smartphones als elektronische Geldbörse haben noch keine verbindlichen Sicherheitsstandards bei der Übertragung vertraulicher Kontoinformationen. FirmBee / Pixabay.com / CC0

Anti-Transparenz-Protokoll für Smartphones

Als praktischer Alltagsbegleiter ist das Smartphone teilweise schon zum Ersatz für Geldbörse, Fahrschein und Bonuskarte geworden. Dieser Bedenken zum Datenschutz und der Privatsphäre nehmen sich nun Angehörige des Karlsruher Instituts für Technologie mit einem sicheren und anonymen System an.


Als praktischer Alltagsbegleiter ist das Smartphone teilweise schon zum Ersatz für Geldbörse, Fahrschein und Bonuskarte geworden. Dieser Bedenken zum Datenschutz und der Privatsphäre nehmen sich nun Angehörige des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit einem sicheren und anonymen System an. "Den wenigsten Nutzern ist nach meiner Beobachtung klar, dass sie mit der Teilnahme an solchen Bonus- oder Zahlungssystemen detailgetreu offenlegen, wie und was sie konsumieren oder welche Wege sie zurücklegen", sagt KIT-Informatiker Andy Rupp.

Die genutzten Dienste sind zweifelsohne praktisch, aber die Nutzer hinterlassen Spuren, die mehr oder weniger leicht nachverfolgt werden können. Der Kunde wird bei jedem Zahlungsvorgang identifiziert und die Details seiner Transaktion der zentralen Datenbank mitgeteilt.

Gemeinsam mit Kollegen hat sich der Informatiker daran gemacht, eine "elektronische Geldbörse" zu entwickeln, die anonym funktioniert und Missbrauch verhindert. Sie basiert auf dem Protokoll "black-box accumulation plus" (BBA+). Alle relevanten Informationen für Transaktionen werden dabei auf die verwendete Karte oder das Smartphone verlagert und verschlüsselt. Ein ständiger Austausch mit einer zentralen Datenbank entfällt damit. "Das ist wichtig für die Alltagstauglichkeit eines Zahlungssystems. Denken Sie etwa an ein U-Bahn-Drehkreuz oder an Mautbrücken, dort besteht vielleicht gar keine oder nur eine zu langsame Internetverbindung", erklärt Rupp.

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