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cid Groß-Gerau - Der "Care-O-bot" begrüßt beim Elektronik-Einzelhändler "Saturn" Kunden und führt sie durch das Geschäft. Er soll lernen, bald noch besser mit Menschen zu interagieren. DENIZ SAYLAN - www.denizsaylan.com

Roboter lernen Feinfühligkeit

Für eine bessere Kommunikation zwischen Mensch und Roboter müssen letztere noch viel lernen. Denn dazu gehört mehr, als Sprache zu verstehen und einzusetzen. Der Roboter muss auch nonverbale Signale verstehen, um sensibel auf seinen Gesprächspartner eingehen zu können. Daran arbeiten Forscher am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.


Für eine bessere Kommunikation zwischen Mensch und Roboter müssen letztere noch viel lernen. Denn dazu gehört mehr, als Sprache zu verstehen und einzusetzen. Der Roboter muss auch nonverbale Signale verstehen, um sensibel auf seinen Gesprächspartner eingehen zu können. Daran arbeiten Forscher am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA im Projekt "Aufmerksamkeits-Sensitiver AssistenzRoboter" (ASARob).

"Um sich erwartungskonform, also zwischenmenschlich kompatibel verhalten zu können, muss der Roboter auch erkennen, worauf sein menschliches Gegenüber gerade die Aufmerksamkeit richtet, und verstehen, welche Absichten er verfolgt", erklärt Projektleiter Sebastian Robert. Für die Umsetzung dieses Vorhabens erhält das Team eine Förderung in Höhe von rund zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Am Ende soll dann eine Steuerungs-Software entstehen, die Roboter "aufmerksam" macht.

Getestet wird mit dem "Care-O-bot 4" vom Fraunhofer IPA und der Unity Robotics GmbH. Er soll lernen, Gegenstände zu erkennen, mit denen der Nutzer gerade interagiert oder als nächstes interagieren könnte. Daraufhin soll er die entsprechende Unterstützung anbieten und unter anderem seine Arme dazu nutzen, die Aufmerksamkeit des Gesprächspartners auf etwas oder jemanden zu lenken. Mithilfe von Testpersonen wird dann verglichen, ob der reale Aufmerksamkeitszustand mit der berechneten Einschätzung übereinstimmt. Für diesen Abgleich ist das "Cognitive Systems Lab" CSL der Universität Bremen verantwortlich. Wenn alles klappt, könnten Roboter bald auf Menschen zugehen und aktiv mit ihnen interagieren.

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