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cid Groß-Gerau - Immer mehr Internet-Nutzer rufen Google in Gesundheitsfragen zurate. FirmBee/pixabay.com

Wenn "Dr. Google" die Diagnose im Netz stellt

Das Internet steckt voller Ratgeber. Auch im medizinischen Bereich wimmelt es vor Informationen. Suchmaschinen wie 'Google' spielen dabei eine große Rolle. Laut einer Untersuchung nutzen immer mehr Nutzer das Netz, um in den Genuss einer Ferndiagnose zu kommen.


Das Internet steckt voller Ratgeber. Auch im medizinischen Bereich wimmelt es vor Informationen. Suchmaschinen wie "Google" spielen dabei eine große Rolle. Laut einer Untersuchung nutzen immer mehr Nutzer das Netz, um in den Genuss einer Ferndiagnose zu kommen.

In Deutschland tut das fast jeder zweite Erwachsene. Und - so eine Studie der Bertelsmann-Stiftung - 52 Prozent sind mit dem, was "Dr. Google" liefert, immer oder meistens zufrieden. Gleichzeitig finden es aber zwei Drittel der Gesundheits-Surfer sehr schwierig, die Vertrauenswürdigkeit der Informationen richtig einzuschätzen. Außerdem sei die Masse an Informationen eher verwirrend als hilfreich.

"Gerade Laien haben erhebliche Mühe, sich zurechtzufinden und relevante Informationen von unwichtigen zu trennen", sagt die Professorin Dr. Doris Eberhardt von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) im Rahmen der Themenreihe Mensch und Gesundheit. Es stelle sich die Frage, woran man qualitativ hochwertige Gesundheitsinformationen erkennen und wie man sie in verständlich aufbereiteter Form im Internet finden könne.

Selbst seriöse Informationen würden nicht automatisch zur richtigen Entscheidung führen, betont die Wissenschaftlerin. Vielmehr gehe es darum, die Informationen mit Fachpersonen zu besprechen, abzuwägen und gemeinsam die beste Alternative für die eigene, individuelle Situation zu finden.

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