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wid Groß-Gerau - Mit Konjunktur und Konsum geht es langsam wieder aufwärts. stevepb / pixabay.com

Konjunktur in der Talsohle

Schlimmer geht immer, sagt ein Sprichwort. Doch die deutsche Konjunktur hat im zweiten Quartal die Talsohle erreicht. Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin geht es mit der Wirtschaft nun wieder bergauf.


Schlimmer geht immer, sagt ein Sprichwort. Doch die deutsche Konjunktur hat im zweiten Quartal die Talsohle erreicht. Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin geht es mit der Wirtschaft nun wieder bergauf. Die konjunkturelle Lage zwischen April und Juni war aber dramatisch.

Das Konjunkturbarometer des DIW gibt für das zu Ende gehende zweite Quartal noch einmal deutlich nach und liegt nun bei einem neuen historischen Tiefstwert von nur noch zwei Punkten. Im Vormonat waren es immerhin noch 20 Punkte. Zum Vergleich: Für ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft müsste der Indexwert bei 100 Punkten liegen. Dementsprechend dürfte das hiesige Bruttoinlandsprodukt im zweiten Vierteljahr um rund zwölf Prozent und damit in bisher unbekanntem Ausmaß eingebrochen sein.

"Die gute Nachricht bei alldem ist, dass die deutsche Wirtschaft den Tiefpunkt bereits hinter sich gelassen haben dürfte - es geht wieder aufwärts", sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. Die Lockerungen der Einschränkungen würden mittlerweile Wirkung zeigen: Der Konsum belebe sich allmählich, die Produktion in der Industrie laufe wieder an, wenngleich die Störungen in den Lieferketten wohl noch nachwirkten und insbesondere die zu befürchtende Absatzflaute gegen kräftigere Produktionssteigerungen spreche.

Viele Dienstleister würden zu einem etwas normaleren Geschäftsbetrieb zurückkehren, wobei vorsichtigeres Konsumverhalten, anhaltende Einschränkungen zum Infektionsschutz und vor allem eine - mit Blick auf die Einkommensentwicklung - gedämpfte Ausgabefreude eine stärkere Belebung verhinderten.

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