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en-wid Groß-Gerau - Wo kommt der Strom her, der durch die Leitungen fließt? Ökosiegel geben darüber nur bedingt Aufschluss. blickpixel / Pixabay.com / CC0

Unklarheiten bei Ökostrom-Siegeln

Ist denn auch wirklich Öko drin, wenn Öko draufsteht? Beim Strom wohl nicht unbedingt, urteilt Energieversorger Polarstern aus München. Laut der Experten sind nämlich 40 Prozent der aktuell verfügbaren Ökostrom-Angebote nicht zertifiziert, sie tragen also nicht einmal das klassische TÜV-Gütesiegel. Das Grüner Strom-Label und das ok-power-Siegel können gerade einmal 13 Prozent aller Angebote vorweisen.


Ist denn auch wirklich Öko drin, wenn Öko draufsteht? Beim Strom wohl nicht unbedingt, urteilt Energieversorger Polarstern aus München. Laut der Experten sind nämlich 40 Prozent der aktuell verfügbaren Ökostrom-Angebote nicht zertifiziert, sie tragen also nicht einmal das klassische TÜV-Gütesiegel. Das Grüner Strom-Label und das ok-power-Siegel können gerade einmal 13 Prozent aller Angebote vorweisen.

Aber nur die wenigsten Verbraucher wüssten, dass Ökostrom kein geschützter Begriff ist. Unterschiede in der Qualität seien ihnen meist unbekannt. "Da müssen alle ehrlichen Öko-Energieversorger mehr Aufklärungsarbeit betreiben", sagt Florian Henle von Polarstern. Dabei ist das Interesse sehr groß. So sind inzwischen 60 Prozent aller Stromtarife, zwischen denen ein Haushalt wählen kann, Ökostromtarife. Welche Kraftwerksquellen dahinterstehen, wie stark Umwelt- und Tierschutzmaßnahmen gefördert werden oder ob dabei in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert wird, bleibt allerdings unklar. Erste Ansätze zur besseren Information für die Verbraucher sind laut Polarstern beim Grüner Strom-Label und beim ok-power-Siegel erkennbar. Von denen werde kein Stromprodukt eines Anbieter zertifiziert, der Atom- und Kohlekraftwerke besitzt oder daran beteiligt ist. (vm/en-wid)

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