Stadt, Land, Strom: Ungleiche Preise
Strom ist nicht gleich Strom - das merken die Verbraucher vor allem auch am Preis, den sie für die bezogene Energie bezahlen. Denn der Wohnort macht sich auf der Stromrechnung bemerkbar.
Strom ist nicht gleich Strom - das merken die Verbraucher vor allem auch am Preis, den sie für die bezogene Energie bezahlen. Denn der Wohnort macht sich auf der Stromrechnung bemerkbar. Bei einer Untersuchung des Vergleichsportals Verivox haben die Experten ein "Stadt-Land-Gefälle" ermittelt.
"Windräder oder Solaranlagen werden besonders oft in ländlichen Gebieten gebaut und die Netzkosten werden von den Verbrauchern des örtlichen Verteilnetzes getragen", sagt Mathias Köster-Niechziol von Verivox. Prozentual betrachtet zahlen Bewohner ländlicher Regionen im bundesdeutschen Durchschnitt aktuell rund zwei Prozent mehr für Strom als Verbraucher in städtischen Gegenden.
Zur Berechnung diente ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh). Im Schnitt zahlt der Haushalt in ländlichen Gegenden 1.138 Euro im Jahr. In der Stadt liegt der Durchschnittspreis bei 1.121 Euro. Im Vergleich der Bundesländer ist das Preisgefälle in Mecklenburg-Vorpommern am größten. Dort liegt der Unterschied im Schnitt bei 16 Prozent. In Hessen zahlen allerdings die Bewohner auf dem Land vier Prozent weniger als die Stadtbewohner. (vm/en-wid)
