Smartwatching ist trendy
Nachrichten lesen und Fitness-Apps: Smartwatches an den Handgelenken der Deutschen liegen im Trend. Die Funktionsnutzung der Smartwatch-Apps ist für viele wichtiger als die Angst vor Datenmissbrauch.
Die Smartwatch nimmt als Prestigesymbol der Deutschen immer mehr Raum ein. Wer auf sich etwas hält, liest seine Nachrichten mit der intelligenten Armbanduhr, demonstriert die körperliche Fitness über die Smartwatch-App oder die Gesundheitsapp und Verliebte messen den erhöhten Pulsschlag via Pulsmesser-App. Laut einer Studie des Branchenverbands Bitkom interessieren sich vier von zehn Deutschen dafür, eine Smartwatch zu tragen.
Rund 68 Prozent möchten mit der intelligenten Armbanduhr, die sich automatisch mit dem Smartphone verbindet, vor allem eingegangene Nachrichten wie E-Mails, SMS und Messenger-Nachrichten lesen, etwa von Facebook oder Whatsapp. Sechs von zehn potenziellen Anwendern interessieren sich für die sportliche Funktion der Fitness-App, mit der sich die zurückgelegte Strecke oder die verbrannten Kalorien errechnen lassen. Einige Geräte erfassen die Gesundheitsdaten wie die Pulsfrequenz.
Seniorengerechte Smartwatch-Anwendungen, die im Notfall Alarm schlagen und Angehörige oder den Notdienst benachrichtigen, werden in Zukunft die Krankenkassen entlasten, denn hierfür interessiert sich schon etwa jeder Dritte. Jeder fünfte Interessent würde gerne per Uhr über neue Nachrichten benachrichtigt werden, ohne dafür regelmäßig auf das Smartphone blicken zu müssen. Fast gleich groß ist das Interesse an der Smartwatch als kompaktes Navigationsgerät am Handgelenk, da kann man sich auch in der Shopping-Mall oder als Fahrradfahrer nicht verirren. 19 Prozent möchten damit laut Studie ihr Smartphone steuern, etwa um beim Musikhören das Lied zu wechseln oder um die Lautstärke zu regeln.
Allerdings gibt es auch stoische Trendverweigerer. Jeder Dritte findet aktuell den Preis zu hoch und verzichtet lieber auf digitales Hightech-Zubehör am Handgelenk. Rund 30 Prozent zweifeln aus Angst vor Datenmissbrauch und jeder Vierte hat die Sorge, wie es diese Woche bei den Smartphones der Galaxy-S-Serie von Samsung via SwiftKey-Tastatur-App tatsächlich der Fall war, dass Hacker die Smartwatch angreifen. Knapp jeder Fünfte stößt sich eher am Design und gibt an, dass ihm eine Smartwatch nicht gefalle. Etwa genauso viele, rund 17 Prozent nutzen die Uhr noch nicht, weil ihnen die Akkulaufzeit zu gering erscheint.


