Streaming-Flats auch im Urlaub ungetrübt nutzen
Vor einer Auslandsreise sollten Anwender von Streaming-Diensten genau die Bedingungen ihres Anbieters prüfen. Nicht jede Streaming-Flat erlaubt auch den uneingeschränkten Zugriff im Urlaubsland.
Zahlreiche Urlauber wollen auch während ihres Auslandsaufenthaltes Streaming-Dienste wie Spotify oder Netflix nutzen - sei es zum Musik hören oder um Filme zu sehen. Schließlich hat man im Urlaub die Zeit. Allerdings erlaubt nicht jede Streaming-Flat automatisch den Zugriff aus dem Ausland. Viele Filme dürfen aus Lizenzgründen nur im Heimatland des Nutzers per Streaming angeboten werden. Im Ausland greift dann das sogenannte Geo-Blocking.
Es gibt aber ein paar Methoden, um die Dienste auch abseits der Heimat nutzen zu können. Bei manchen Anbietern gibt es die Möglichkeit, die Musik-Flatrate wie gewohnt im Ausland zu verwenden. Hierfür wird jedoch bei einigen Diensten ein Premium-Angebot vorausgesetzt. Hans-Georg Kluge vom Onlinemagazin teltarif.de rät deshalb: "Es ist sinnvoll, vor einer Auslandsreise die genauen Bedingungen des Streaming-Anbieters zu prüfen. In den FAQ - einer Sammlung von häufig gestellten Fragen - finden sich oft wertvolle Hinweise hierzu." Ansonsten fallen im Urlaub ärgerlicherweise gemütliche Abende mit Musik und Film eben aus.
Um Streaming-Flatrates außerhalb Deutschlands zu nutzen, können Interessenten auf das ausländische Angebot zurückgreifen. Dies ist aber von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Wenn also ein Streaming-Dienst wie beispielsweise Netflix im Ausland vertreten ist, können die Kunden mit dem deutschen Account auf die lokal verfügbaren Inhalte zugreifen. Allerdings gibt es oftmals keine deutsche Synchronisierung oder Untertitel bei Filmen und auch die Inhalte können andere sein.
Auch kann, soweit vorhanden, der Offline-Modus der Musik- oder Filme-Flatrate angewandt werden. In diesem Fall lagern die Multimedia-Inhalte auf dem Smartphone oder Tablet. Hierfür wird jedoch einiges an Speicherplatz benötigt. "Am besten sollten sich die User schon vor der Reise die gewünschten Lieder oder Filme herunterladen, denn im Ausland ist das nicht immer möglich", so Kluge. Über die VPN-Technik können Verbraucher die ausländischen IP-Adressen umgehen, denn ein großes Hindernis bei der Verwendung von Streaming-Diensten auf Reisen ist die ausländische IP-Adresse. Diese gibt Auskunft über das aktuelle Aufenthaltsland. Die Anbieter machen sich das zunutze und setzen dann Geo-Blocking ein. Das heißt, sie sperren teilweise die Anfragen von ausländischen IP-Adressen. Damit sich die Verbraucher der ausländischen IP-Adresse entledigen können, können sie auf VPN-Technik zurückgreifen. Ein VPN ist ein privates Netz, das über einen öffentlichen Zugang genutzt werden kann. Hierüber können die Anwender in dem eigenen VPN streamen und der Streaming-Anbieter denkt, dass die User zu Hause sind. "Um die VPN-Technik nutzen zu können, muss eine Einrichtung erfolgen. Da diese stets unterschiedlich ausfällt, ist es am besten, die einzelnen Schritte der Anleitung eines VPN-Anbieters zu entnehmen", rät Kluge. Auch hierüber sollten Reisende sich vor dem Urlaubsantritt Informationen einholen. Denn nicht jeder Streaming-Anbieter lässt den Zugriff über VPN zu, folglich sollte die Verbindung vor dem Urlaub getestet werden. Obligatorisch für die Verwendung von Streaming-Diensten ist grundsätzlich eine schnelle Internetverbindung, hierfür kann meist der WLAN-Zugang des Hotels genutzt werden. Zudem können die User bei ihrem Mobilfunk-Anbieter Auslandsoptionen mit Internetvolumen dazu buchen und dieses gegebenenfalls zum Streamen nutzen. Allerdings ist das Volumen oftmals nicht ausreichend.


