Google Earth: Zehn Jahre Entdeckungsreise rund um den Globus

2005 begann die Entwicklung von Google Earth. In zehn Jahren ermöglichte die Software die Entdeckung neuer Korallenriffe, virtuelle Reisen zum Mond und in den Weltraum oder auch die Suche nach entfremdeten Eltern oder die Räumung von Landminen.


Bereits im ersten Jahr, konkret im August 2005, konnte Google Earth zeigen, welches Potential in dieser Software steckt. Während des Wirbelsturms Katrina zeigte sich, wie nützlich Werkzeuge zur Kartenerstellung wie Earth für die Bemühungen bei einer Krisenbewältigung sein konnten. Denn die Rettungskräfte waren durch Earth in der Lage, vorher und nachher Satellitenbilder zu vergleichen. Dadurch konnten die Einsatzkräfte besser lokalisieren, wo Menschen gestrandet waren. Zum 10. Geburtstag soll laut Sean Askay, Engineering Manager bei Google Earth, die Earth View Sammlung um 1.500 Landschaften von jedem Kontinent und Ozean erweitert und gleichzeitig der Zugriff auf den Dienst vereinfacht werden. Künftig werden die virtuellen Karten in der aktualisierten Version der Browser-Erweiterungen von Chrome aufrufbar sein, und zwar in einer neuen Web-Galerie.

Das Jubiläum nutzt Google dazu, um eine erste Version von Voyager einzuführen. Besonders hübsche, bemerkenswerte oder geheimnisvolle Satellitenbilder würden auf der Weltkarte markiert, sagt Google. Außerdem stechen bei Voyager Highlights aus Googles Street View hervor, beispielsweise das Taj Mahal in Indien oder der Grand Canyon. In Earth View sind beeindruckende Landschaften zu bewundern, die aus dem All aufgenommen wurden. Ein Panorama großer, aber auch kleiner Städte und Ortschaften gibt es in Googles Städte in 3D. Nutzer der Highlight-Tour finden Tausende von Voyager-Stationen zur freien Auswahl, Earth View ermöglicht ihnen einen Blick auf unseren blauen Planeten von oben.

Earth View begann als Projekt einiger Google-Mitarbeiter, denen es gefiel, die visuell beeindruckendsten Landschaften zu sammeln, die sie in Google Earth gefunden hatten. Diese Bilder fanden bald ihren Weg auf Chromebooks, Chromecast- und Android-Geräte und wurden laut Google-Manager Askay zu einigen der am weitesten verbreiteten Bildschirmhintergründe.

So innovativ die Geodienste von Google auch sind: Datenschützer vor allem in Europa und insbesondere in Deutschland kritisieren den Internetkonzern wegen laxer Datenschutzbestimmungen. Vor allem das Filmen ganzer Straßen und Städte für den Kartendienst Street View erregte die Gemüter. Google musste nach zum Teil heftigen Protesten Widerspruchsanträge für Haus- und Grundbesitzer einführen, mit denen die Besitzer von Immobilien die Schwärzung ihrer Gebäude bei Google Street View durchsetzen konnten.

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