Falsches Windows 10-Upgrade sperrt Festplatte

Eine vermeintliche Microsoft E-Mail fordert Nutzer zum Upgrade auf das neue Windows 10 auf. Wer die angehängte Datei öffnet, installiert Schadcode auf seinen Rechner. Die Betrüger fordern dann Lösegeld.


Das hohe Interesse am neuen Betriebssystem Windows 10 nutzen Betrüger aus, um unvorsichtigen Computer-Besitzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie der Netzwerkhersteller Cisco berichtet, sind derzeit Mails mit dem Absender »update@microsoft.com« in Umlauf, die Nutzer zum kostenlosen Wechsel auf Microsofts neues Betriebssystem Windows 10 auffordern. Dabei handelt es sich um einen Betrugsversuch, warnt Cisco. Im Anhang der E-Mail versteckt sich Schadsoftware, so genannte Ransomware. Nutzer, die die Zip-Datei öffnen, installieren unfreiwillig einen CTB-Locker. Mit diesem Programm verschlüsseln Hacker die Daten auf dem Computer und fordern den Nutzer auf, Lösegeld für die Entsperrung zu zahlen. Dafür habe der Nutzer 96 Stunden Zeit. Zahlt das Opfer nicht, würde der Computer dauerhaft verschlüsselt bleiben und somit unbrauchbar werden.

Laut Cisco stammt die gefälschte E-Mail aus Thailand. Sie ist an einigen Formatierungsfehlern bei Sonderzeichen zu erkennen, ansonsten wirkt die E-Mail mit Schriftzug und Logo von Microsoft ziemlich echt.

Bei solchen Erpressungen mit Lösegeldforderungen raten Experten von Zahlungen an die Kriminellen ab. In vielen Fällen führt das nämlich nicht zum versprochenen Entsperren von Festplatten. Nutzer sollten vielmehr Virenschutzsoftware einsetzen und auf Aktualisierungen von Betriebssystem und Anwendungen achten. Zu empfehlen ist die Aktivierung der Auto-Update-Funktion, bei der Updates für kritische Sicherheitslücken automatisch eingespielt werden. Niemals sollten Dateianhänge unbekannter oder fragwürdiger Herkunft geöffnet werden.

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