Neuer Hightech-Trend: Die Brennstoffzellen-Heizung fürs Eigenheim

Die deutsche Wirtschaft ist weltweit führend im Bereich Haustechnik - über die Hälfte des globalen Umsatzes in diesem Feld werden von den großen deutschen Herstellern generiert. Auch der neueste Trend in Sachen hocheffizienter Energieversorgung für das Eigenheim hält jetzt Einzug in Deutschland. Bereits vor über zehn Jahren begannen die größten deutschen Heiztechnik-Unternehmen mit der Entwicklung der zukunftsweisenden Idee einer ressourcen-schonenden Energieversorgung durch kompakte stromerzeugende Heizungen auf Brennstoffzellenbasis. Nun bietet Viessmann nach eigenen Angaben als erster Hersteller diese ganz neue Energieversorgungslösung für Privathaushalte in Serienreife an.

Die dezentrale, individuelle Erzeugung von Strom und Heizwärme für Wohnhäuser auf der Basis von Wasserstoff ist nun in Deutschland Wirklichkeit geworden: Denn der Heizungsspezialist Viessmann bietet nach eigenen Angaben als erster Hersteller diese ganz neue Energieversorgungslösung für Privathaushalte jetzt hierzulande in Serienreife an. Zusammen mit dem japanischen Partner Panasonic wurde ein für den Privatbereich neuartiges Kraft-Wärme-Kopplungs-System auf Brennstoffzellen-Basis entwickelt.

Im Vergleich zu einem Gas-Brennwertkessel und normalem Netzstrom können damit bis zu 40 Prozent der häuslichen Energiekosten eingespart werden. Zugleich reduzieren sich die CO2-Emissionen um bis zu 50 Prozent im Vergleich zur zentralen Stromerzeugung im Großkraftwerk. Im Tagesverlauf können mit der Brennstoffzelle bis zu 15 Kilowattstunden Strom generiert werden, was den Großteil des Bedarfs eines durchschnittlichen deutschen Einfamilienhauses abdeckt. Dadurch wird man weitgehend unabhängig von den unkalkulierbaren Preissteigerungen des Strommarktes. In Japan erzeugen bereits 100.000 Haushalte ihre Energie dezentral - Tendenz stark steigend.

Einfaches, aber innovatives Grundprinzip

Das technische Grundprinzip der Brennstoffzellen-Heizung ist so einfach wie innovativ, wobei der besondere Clou dieser neuartigen Heizlösung darin liegt, dass der Energieträger in der Zelle nicht in einer Flamme verbrannt, sondern elektrochemisch umgewandelt wird: So verbindet sich in der Brennstoffzelle Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft zu Wasser, wobei Wärme und elektrischer Strom entstehen. Hierfür braucht das Gerät nur einen Erdgasanschluss, denn den Wasserstoff gewinnt das System aus dem Erdgas. Dabei wird stets nur so viel Wasserstoff erzeugt, wie gerade für den Prozess notwendig ist. Eine Bevorratung des Energieträgers - wie bei Kraftfahrzeugen - ist also nicht nötig. Auf die neuartige, stromerzeugende Brennstoffzellen-Heizung "Vitovalor" gibt es im Übrigen eine zehnjährige Garantie.

Interessante staatliche Fördermöglichkeiten

Der Staat fördert diese besonders energieeffiziente und emissionsarme Zukunftstechnologie maßgeblich. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) etwa bietet einen Investitionszuschuss in Höhe von insgesamt 3.515 Euro an (Basis- und Bonusförderung). Zudem existieren bereits zahlreiche regionale Förderprogramme. Eine komplette Übersicht über Förderoptionen, detaillierte Informationen und Antragsformulare gibt es unter www.vitovalor.de. Überdies erhalten Betreiber nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz für jede erzeugte Kilowatt-stunde Strom 5,41 Cent, und am Jahresende wird die Energiesteuer auf den Gasverbrauch des Brennstoffzellen-Heizgeräts erstattet.(djd)

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