Telekom verärgert Kunden wegen Telefon-Umstellung
Mangelhafte Informationen, technische Schwierigkeiten oder Zusatzkosten für neue Telefongeräte: Die Umstellung des Festnetzes auf Internettelefonie sorgt für unzufriedene Telekom-Kunden.
Laut einer Umfrage der Verbraucherzentrale NRW sind viele Festnetzkunden der Telekom unzufrieden mit der technischen Umstellung auf Internettelefonie. Über ein Drittel der fast 1.900 Befragten wusste nicht, das mit der IP-Umstellung ein neuer Vertrag über eine 24-monatige Laufzeit beginnt oder die Telefonanlage samt Notrufsysteme bei einem Stromausfall nicht mehr funktionieren. Ärger gibt es auch wegen zusätzlicher Kosten: Viele Telekom-Kunden müssen neue, IP-fähige Telefone kaufen oder mieten und den Einsatz eines Telekom-Techniker bezahlen. Vereinbarte Termine wurden aber oft nicht eingehalten.
Das neue IP-Netz scheint zudem weniger stabil als das analoge Festnetz. Viele Kunden berichten von abbrechenden Verbindungen und lang andauernden Ausfällen, Probleme gäbe es auch beim Verbindungsaufbau. Nachfragen bei der Telekom gestaltet sich schwer: Drei von vier Befragten kritisieren, dass die Hotline nicht erreichbar sei und die Telekom erst nach mehrmaliger Aufforderung oder gar nicht auf die Beschwerden reagiere.
Derzeit stellt die Deutsche Telekom wöchentlich 60.000 bis 70.000 herkömmliche Analog- und ISDN-Anschlüsse auf die neue IP-Technologie um. Ab 2018 will die Telekom dann das analoge Telefonnetz ganz abschalten.


