Autokauf künftig auch in der virtuellen Realität
Autokäufer können per Smartphone, Tablet oder PC nicht nur ihr Wunschauto in 3D zusammenstellen. Per Virtual Reality-Brille erleben sie vorab fast echten Fahrspaß.
Das digitale Auto beginnt zukünftig nicht erst bei Bluetooth-Schnittstellen für das Smartphone oder beim autonomen Fahren, sondern bereits bei der Visualisierung und dem virtuellen Kaufprozess. Kunden können mit der Software des Startup Rocket Data Intelligence innerhalb kürzester Zeit virtuell erstellte Autos in 3D animiert erleben. Die so genannte Virtual Reality Content Machine, kurz VRCM, greift dafür auf CAD-Daten zurück und erzeugt fotorealistische Bilder und Videos von Fahrzeugen. Kunden können so ihr Traumauto bereits zu Hause auf ihrem Smartphone, Tablet oder Computer erstellen und nach ihren Wünschen in einer neuen Dimension konfigurieren. Beim Händler können sie dann auf riesigen Powerwalls oder mit Videobrillen in ihren Traumwagen eintauchen.
Kubilay Topal, Geschäftsführer von Rocket Data Intelligence, setzt die Oculus-Datenbrille auf. Vor sich sieht er den Innenraum eines Audi RS7. Derart echt, dass er theoretisch nach dem Schalthebel oder dem Lenkrad greifen könnte. Stattdessen halten seine Hände ein iPad, auf dem er über eine Konfigurator-App die Farbe der Polsterung oder das Leder des Lenkrads wechselt. Sein Kollege verfolgt die Konfiguration des Autos mit einer 3D-Brille auf einer Fernsehwand, der Powerwall. Diese hat die Größe eines Schaufensters. Topal nimmt die Datenbrille ab. "Uns ist es nicht nur gelungen, drei Industrien zu kombinieren: Entertainment, Automotive und Big Data. Wir haben es geschafft, Fotograf, Kameramann und Beleuchter zu digitalisieren. Der Weg des Käufers zu seinem Traumauto beginnt mehr denn je im Internet", so Topal.
Bilder werden nicht länger über den Hauptprozessor eines Computers berechnet, sondern über leistungsstarke Grafikprozessoren. Der Händler vor Ort kann seinem Kunden die Visualisierung des Traumautos in 3D mit einem einfachen Gaming-PC zeigen.


