Gefährliche App erpresst Smartphone-Nutzer
Immer wieder werden Nutzer davor gewarnt, außerhalb der offiziellen App Stores Dateien herunterzuladen. Sie riskieren, wie im Fall des aktuellen Trojaners Android/Lockerpin.A, Opfer von Hackern zu werden.
Der Download einer App außerhalb des offiziellen App Stores Google Play birgt hohe Risiken. Denn Apps, die Nutzer von unbekannten Webseiten herunterladen, können Schadsoftware enthalten. Darauf weist der IT-Sicherheitshersteller Eset hin, der aktuell vor dem Android-Schädling Lockerpin.A warnt. Diese App treibt derzeit in App Stores von Drittanbietern und Foren ihr Unwesen. Dieser Android-Trojaner tarnt sich unter der Maske eines angeblichen Update-Prozesses von Google und erschleicht sich vom Nutzer unbemerkt Admin-Rechte.
Der so tief in das System geschleuste Trojaner verändert die Geräte-PIN, der Nutzer kann nicht mehr auf sein Gerät zugreifen. Stattdessen erscheint eine Nachricht unter dem gefälschten Absender der US-Bundespolizei FBI und fordert den Nutzer auf, für die Entsperrung des Geräts 500 US-Dollar zu zahlen.
Besonders perfide: Der Trojaner setzt laut Eset offenbar die Antivirensoftware dieses Herstellers (Eset Mobile Security) und anderer Hersteller wie Avast und Dr. Web außer Kraft. Über den Debug-Modus oder den Safe Mode lasse sich Android/Lockerpin.A nicht entfernen, heißt es weiter. Es helfe nur das komplette Zurücksetzen des Geräts, wobei dann natürlich alle auf einem Smartphone oder Tablet gespeicherten Daten verloren gehen.
Experten raten daher Apps immer von den offiziellen Stores von Google, Apple oder Microsoft herunterzuladen. Diese Hersteller prüfen in der Regel die Software, bevor sie sie in ihre Stores stellen.


