Das Smartphone dirigiert die Generation "Gen Z"
Die Generation Z ist eine Zielgruppe mit ganz neuen Bedürfnissen. Kennzeichen: Niemals offline und ohne Handy.
Die Generation Z ist selbstbewusst und realistisch, vor allem aber digitaler als die Generation Y, auch bekannt als Millennials. Sie mussten nicht auf technologischen Fortschritt warten, sondern sind seit frühester Jugend online. Wichtigstes Device dabei: das Smartphone. Was mobil nicht funktioniert, fällt laut einer aktuellen Studie von Yahoo bei den 12- bis 19-Jährigen durch. Zwar besitzen auch unter den Onlinern drei von vier Nutzern ein Smartphone, bei der Gen Z sind es jedoch bereits 89 Prozent. Und sie sind damit im Tagesverlauf fast durchgehend online, selbst kurz vor dem Schlafengehen sind noch 69 Prozent im Netz aktiv.
Für die Generation Z ist offline und ohne Smartphone sein ein Horrorszenario. Das macht die Jugendlichen von heute natürlich zu einer spannenden Zielgruppe für Anbieter von Online-Werbung. Denn diese wissen, dass das Smartphone für die junge Generation unverzichtbar ist. Interessant für Markenverantwortliche ist hier vor allem, wie die Nutzer der Gen Z ihr Smartphone verwenden. Viele Jugendliche, für die das Smartphone vor allem ein Zeitvertreib ist, sind sich gar nicht bewusst, wie hoch das überragende Interesse die Werbeindustrie an ihnen ist. Ihre Formate sind genau auf diese Zielgruppe zugeschnitten.
60 Prozent der Jugendlichen fühlen sich derzeit von ihrem Handy mehr unterhalten als vom Fernseher. Dazu passt, dass immerhin zwei Drittel täglich online Videos auf dem Smartphone schauen. Ein enormer Anstieg im Vergleich zu den Onlinern, von denen nur 25 Prozent täglich online Videos ansehen. Ein Leben ohne Smartphone? Für die Generation Z kaum vorstellbar: Ohne Zugriff auf ihr Handy fühlt sich fast jeder Zweite unwohl, bei den 12- bis 15-Jährigen sind es sogar 59 Prozent.
Das klassische Fernsehen fällt in der Gen Z dagegen weit zurück und kommt nur noch auf 1,7 Stunden Nutzungsdauer.
Dabei wollen junge Menschen nicht pausenlos unterhalten werden: 58 Prozent wollen sich laut Studie selbstverwirklichen, 29 Prozent wollen wissen, was andere machen. Dabei spielen wiederum soziale Netzwerke eine Rolle. Gen Zs nutzen soziale Netzwerke insgesamt intensiver als Onliner - besonders Plattformen der neuen Generation wie Snapchat, Instagram oder Tumblr.
Allerdings sind sie für Jugendliche mehr als nur ein Kommunikationspunkt: Hier sollen sie auch, wenn es nach dem Willen der Werbeindustrie geht, vor allem Trends entdecken und Marken folgen. Dabei profitiert die Werbung von der Tatsache, dass rund drei Viertel der 12- bis 19-Jährigen aus Langeweile zu ihrem Handy greifen. Auf der Suche nach Ablenkung nutzen sie das Smartphone oft ohne konkreten Anlass.


