Immer mehr Verbraucher kaufen in Online-Apotheken

Jeder zweite Bundesbürger kauft Medikamente bei Internet-Shops ein und spart bei rezeptfreien Artikeln viel Geld. Ein neues Logo soll vor unseriösen Anbietern schützen.


Ob Grippemittel oder Nasenspray: Das Geschäft von Online-Apotheken und anderen Online-Arzneimittelhändlern boomt. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom hat bereits jeder zweite Internetnutzer Medikamente im Netz gekauft. Das entspricht 27 Millionen Menschen. 2012 waren es erst 30 Prozent der Internetnutzer.

Verbraucher können sowohl rezeptpflichtige als auch nicht-rezeptpflichtige Arzneimittel bei Online-Apotheken kaufen. Vor allem die nicht-rezeptpflichtigen Produkte wie Schmerztabletten oder Salben sind im Web oft deutlich günstiger als in Präsenz-Apotheken. Beratung durch Fachpersonal, durchaus eine Stärke lokaler Apotheken, wird im Web zunehmend per Telefon, E-Mail oder Live-Chat durchgeführt.

Unter den Online-Anbietern gibt es allerdings immer wieder schwarze Schafe. Fälle von Medikamentenfälschungen kämen laut Bitkom leider immer wieder ans Licht. Falsche Beipackzettel oder Dosierungen, absichtlich verlängerte Verfallsdaten oder gar eine falsche Zusammensetzung des Medikaments sind die häufigsten Missstände. Um seriöse Anbieter möglichst schnell und zuverlässig zu erkennen, gibt es nun ein neues EU-Logo. Auf diesem Weg können Verbraucher prüfen, ob ein Händler nach dem jeweiligen nationalen Recht für den Online-Arzneimittelhandel zugelassen ist.

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